ik_Schaefer_150921_4c_1
+
Dieter Schäfer bestreitet den Heimatabend zweisprachig. F.: GDP

Immer mal wieder sonntags

  • VonGünther Dickel
    schließen

Pohlheim (gdp). Mal heiter, mal nachdenklich und immer wieder ergreifend schön waren die Lieder und Geschichten aus gar nicht so ferner Zeit beim Heimatabend des Gesangvereins Eintracht 1869 Watzenborn-Steinberg, als es wieder hieß: »Immer (mal) wieder sonntags«. Den Auftakt in die Herbstsaison gestaltete Eintracht-Chorleiter und Liedermacher Dieter Schäfer sehr abwechslungsreich für seine interessiert lauschende Zuhörerschaft.

Da unter den Gästen auch »Nicht-Plattschwätzer« waren, startete Schäfer sein Programm mit einer Erläuterung und Präsentation seiner Steinberger Biografien inklusive einer Ahnentafel zur Herkunft des Namens »Hanfelepp« in Hochdeutsch. Danach jedoch legte er den Schalter um und die Lieder und Geschichten erklangen vor allem im »Stoamoarjer Platt« (Steinberger Mundart).

Damit sich die Gäste schneller in die vorgetragenen Geschichten, Gedichte und Lieder einklinken konnten, moderierte Schäfer das Wichtigste zweisprachig (Platt und Hochdeutsch) an. Dass er nicht nur ein guter Texter und Komponist ist, sondern den Gesang und das wunderschön dazu passende Gitarrenspiel beherrscht, machte den Blick zurück in die alten Zeiten emotional und erwärmend schön zugleich. Dies kam besonders stark zum Ausdruck bei »Asch hu e Aua«, bei dem man den besungenen Schmerz, einem Placeboeffekt ähnlich, mitempfinden konnte.

Im fast zweistündigen Programm erheiterte er zudem mit Anekdoten, Ausdrücken und der Deklination für die Zahl »Zwei«in dem Song »Zwa - Zwo - Zwi«. Mit einer Talkrunde, moderiert von Günther Dickel, klang ein gelungener Heimatabend aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare