Holzheimer Historie birgt viele Ansätze

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Pohlheim(pm). Holzheim, der südlichste Pohlheimer Stadtteil hat in den vergangenen 30 Jahren drei neue Baugebiete bekommen und ist in dieser Zeit von etwa 1800 auf rund 2500 Einwohner angewachsen. Viele Neubürger wissen aber nur wenig über die Geschichte ihrer neuen Heimat.

Wer sich nicht auf in der Regel schon ältere Bücher verlassen will, der tut sich schwer, Zeugnisse zur Historie Holzheims zu finden. Dieser Situation etwas entgegenzusetzen, das ist das Ziel des neu gegründeten "Heimatkundlichen Arbeitskreises Holzheim", der auf die Initiative des evangelischen Pfarrers Matthias Bubel zurückgeht und der sich dieser Tage zum ersten Mal im Evangelischen Gemeindehaus in Holzheim traf.

Stolpersteine sollen folgen

Die Resonanz war erstaunlich. Auch weil etliche Premieren-Gäste gar nicht in Holzheim wohnen, aber Interesse an der Geschichte des Stadtteils haben. Das erste Ziel der lokalhistorisch Interessierten ist es, die Initiative des Kirchenvorstands der evangelischen Kirchengemeinde von 2018 zur Verlegung von Stolpersteinen umzusetzen. Mit den Stolpersteinen soll an die zwölf jüdischen Mitbürger gedacht werden, die am 14. September 1942 in Holzheim abgeholt wurden. Sie wurden über Gießen in die Konzentrationslager Theresienstadt und Auschwitz gebracht, wo sie den bisherigen Recherchen nach alle ermordet worden sein dürften.

Aber es sind noch etliche andere Themen, die der Arbeitskreis in Angriff nehmen will. Etwa die Geschichte ehemaliger markanter Gebäude (zum Beispiel das alte Rathaus unterhalb der evangelischen Kirche) oder Plätze (wie die "Bach" an der Hauptstraße gegenüber dem Noll) wieder bewusst zu machen. Oder die verschiedenen Schulgebäude im Laufe der Jahrzehnte bis zum Bau der Mittelpunktschule Anfang der Sechzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts besser in die Öffentlichkeit zu rücken. Oder das Sammeln von "Dorfgeschichten" unter Einbeziehung von älteren Mitbürgern. Um nur drei der Vorschläge zu nennen.

Das nächste Treffen ist für Dienstag, 1. Dezember, um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Holzheim angesetzt. Interessierte sind willkommen. Für weitere Fragen zur Verfügung stehen Matthias Bubel (Tel. 0 60 04/9 25 27, E-Mail an ev.kirche.dorf-guell.holzheim@t-online.de)und Albert Mehl (Tel. 0 60 04/14 13, E-Mail an albert56mehl@gmail.com).

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