Heizung der Limeshalle macht schlapp

  • Patrick Dehnhardt
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Pohlheim(pad). Ungewöhnlich kurz tagte der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Pohlheim am Mittwochabend: Innerhalb von nur 14 Minuten waren die öffentlich zu beratenden elf Punkte der Tagesordnung abgehandelt.

Der wichtigste Punkt kam dabei erst kurzfristig per Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung: Bürgermeister Udo Schöffmann berichtete, dass die Heizungsanlage der Limeshalle Grüningen massive Probleme bereite: "Wir befürchten, dass sie den Winter nicht übersteht."

Darum soll eine neue Heizungsanlage eingebaut, die Kosten von 42 000 Euro über die Hessenkasse finanziert werden. Der Ausschuss stimmte einstimmig zu.

Die Stadt Pohlheim will ein Sportentwicklungskonzept erstellen lassen. Einstimmig empfahl der Ausschuss, die dafür notwendigen 33 000 Euro in den Haushalt 2021 aufzunehmen und den Magistrat mit der Vergabe zu beauftragen.

Der Gesetzgeber hat die Möglichkeit geschaffen, dass Kommunen unter 20 000 Einwohnern einen Gesamtabschluss nicht mehr erstellen müssen. Pohlheim koste dieser bislang rund 30 000 Euro jährlich. "Bei den geringen Beteiligungen, die wir haben, ist das nicht erforderlich", sagte Schöffmann. Der Ausschuss stimmte einstimmig zu und empfahl den Verzicht.

Die Beteiligungsberichte der Stadt für 2018 und 2019 wurden zur Kenntnis genommen. Darin ist die "Erste Pohlheinmer Erschließungs-, Betriebs-, Bau-, Verwaltungs- und Vermarktungs GmbH" enthalten. Diese sollte einst die Grundstücke im Gewerbegebiet "Gebrannter Triesch" vermarkten, baute dann die Dorf-Güller Klosterwaldhalle. Mittlerweile ist die Abwicklung der "Ersten Pohlheimer" eingeleitet.

Pohlheim will dem Bündnis der Klima-Kommunen beitreten. Dieses Bündnis hessischer Städte, Gemeinden und Landkreise hat das Ziel, den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sich an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen. Die Mitgliedschaft ist kostenlos, berichtete Schöffmann. "Die Voraussetzung, die man dafür erfüllen muss, sind die, die wir sowieso erfüllen wollen."

Ein Vorteil sei, dass für das Projekt "Starkregenanalyse" eine Förderung von 90 Prozent winke. Die Nachbargemeinde Langgöns hatte diese für das gesamte Einzugsgebiet des Kleebachs initiiert, in Pohlheim steht man der Umsetzung positiv gegenüber.

Bei den Grünen trat man an dieser Stelle auf die Bremse: Reimar Stenzel sagte, dass der Beitritt erst im Klimabeirat beraten werden solle, bevor die Stadtverordneten darüber abstimmen. "Und die Ausrede, dass der wegen Corona nicht stattfinden kann, ist keine gute Ausrede."

Schöffmann konterte: "Corona-Leugner gibt es immer." Eine Präsenztagung des Beirats sei derzeit nicht möglich: "Wir haben eine Inzidenz von über 500 in Pohlheim, da braucht man keinen Ringelpietz mit anfassen starten." Letztlich empfahl der Hauptausschuss bei Enthaltung der Grünen den Beitritt zur Charta der Klima-Kommunen.

Georg Kastner wurde aus Hausen als Ortsgerichtsschöffe vorgeschlagen und einstimmig empfohlen.

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