Zwei Monate vor der Bürgermeisterwahl dürfen die Kandidaten in Pohlheim nun auf Plakaten für sich werben. FOTO: SRS
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Zwei Monate vor der Bürgermeisterwahl dürfen die Kandidaten in Pohlheim nun auf Plakaten für sich werben. FOTO: SRS

Heiße Wahlkampfphase beginnt

  • vonStefan Schaal
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Pohlheim(srs). Bereits um Mitternacht hingen gestern die ersten Plakate in Pohlheim. Unterstützer des Amtsinhabers Udo Schöffmann (CDU) und des unabhängigen Herausforderers Andreas Ruck zogen am Dienstag durch die Ortsteile und befestigten Wahlplakate an Zäunen, Pfeilern und Laternenpfosten Zwei Monate vor der Bürgermeisterwahl beginnt die heiße Phase des Wahlkampfs. In aktuellen Anträgen der SPD-Fraktion wird unterdessen deutlich, welches Thema eine zentrale Rolle spielen soll.

Der von der SPD nominierte sowie von Grünen und FDP unterstützte Ruck will insbesondere den Ausbau der Kindertagesstätten in den Mittelpunkt stellen. So fordern er und die SPD-Fraktion den Magistrat auf, einen konkreten Plan für den zukünftigen Bau von Kindergärten zu erstellen. Dabei sei die demografische Entwicklung in den Stadtteilen zu berücksichtigen. Ziel müssten "wohnortnahe Kindertagesstätten" sein, auch um den Straßenverkehr möglichst gering zu halten. In Hausen werde aufgrund eines neuen Baugebiets der Bedarf nach einer Kindertagesstätte steigen.

SPD fordert Kita in Steinberg

Vor allem wendet sich die SPD gegen das Vorhaben, die Kita in der Kirchstraße auf acht Gruppen mit dann rund 150 Kindern zu erweitern. Es wäre damit der größte Kindergarten im Kreisgebiet. Die Folgen für das Verkehrsaufkommen in der bereits stark befahrenen Ludwigstraße wären "eklatant", befürchtet die Fraktion. Es sei "unverständlich, dass eine derartige Zusammenballung von Kindern an einem Standort geplant wird". Eine Kita mit vier Gruppen in der Kirchstraße wäre zu bevorzugen, erklärt Ruck.

Die SPD-Fraktion schlägt außerdem erneut vor, eine Kita in Steinberg mit drei bis vier Gruppen zu planen. Bisher hatte die Fraktion nur vage Standortvorschläge genannt. Nun schlägt sie vor, einen Kindergarten in Watzenborn-Steinberg auf dem Oberheim-Gelände an der Erfurter Straße und am Asterweg zu errichten. Eine Alternative wäre auf der Fläche "Unter dem Knottenberg" nahe der Grüninger Straße. Die Flächen befinden sich zum Teil in Privatbesitz. Eine Anfrage in der Vergangenheit bei den Eigentümern war erfolglos. Die Fraktion fordert die Stadt auf, einen erneuten Versuch zu unternehmen. Möglicherweise sei statt eines Kaufs von Flächen auch ein Tausch mit städtischen Grundstücken möglich. Außerdem sei zu prüfen, so schlägt der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Alexander vor, ob der Bau einer neue Kita auf dem ehemaligen Kleingartengelände in der Bruchstraße möglich ist.

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