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Die heimliche Heldin an der Nähmaschine

  • vonred Redaktion
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Als im vergangenen Jahr eine Maskenpflicht eingeführt wurde, wurden viele Exemplare in kurzer Zeit gebraucht. Die Lebenshilfe in Pohlheim konnte sich damals über besondere Unterstützung freuen. "Christine Krüger ist zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird", schreibt Pressesprecher Christian Nemeth.

Denn nachdem Krüger für ihre Kinder und Enkelkinder aus Stoff Mund-Nase-Bedeckungen angefertigt hatte, nähte sie für die Uni-Kinderklinik in Gießen. Schließlich begann die sympathische Rentnerin aus Pohlheim, auch für die Lebenshilfe Gießen zu nähen. In der zweiten Hälfte des Jahres 2020 fertigte sie für proMundio, dem Reiseveranstalter der Lebenshilfe, rund 50 Masken an der heimischen Nähmaschine.

"Wenn meine Nähkünste in der Vergangenheit gebraucht wurden, bin ich gerne zur Stelle gewesen. Für die Bibelwochen der Evangelischen Christuskirche hier bei uns in Watzenborn habe ich immer wieder Kostüme genäht", sagt Krüger. Da wurden zusammen mit anderen Näherinnen bis zu 200 Kostüme hergestellt. "Verglichen damit ist so eine Maske keine große Sache."

Seit einiger Zeit müssen die sozialen Projekte allerdings warten. Ihre gesamte Energie widmet Christine Krüger ihrem blinden Mann, den sie im eigenen Haushalt betreut. "Im zurückliegenden Jahr habe ich regelmäßig bei Christine Krüger vorbeigeschaut, um ihr gespendete Stoffe für die Masken vorbeizubringen", sagt Daniela Bauernfeind von proMundio. Sie ist von der ruhigen und willensstarken Art Christine Krügers beeindruckt und für ihr Engagement sehr dankbar. Die Masken kamen bei Bedarf den Reiseteilnehmern von proMundio zugute. Dieser organisiert Reisen für Menschen mit Behinderung.pm/FOTO: PM

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