Seit 50 Jahren verheiratet: Christa und Karl-Reinhard Philipp.
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Seit 50 Jahren verheiratet: Christa und Karl-Reinhard Philipp.

In Watzenborn-Steinberg

Eheleute Philipp feiern heute goldene Hochzeit

  • vonFranz Ewert
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Pohlheim(sel). Bei zufriedenstellender Gesundheit und mit positivem Blick nach vorn können Christa geb. Zinnel und Karl-Reinhard Philipp heute in der Hubertusstraße in Watzenborn-Steinberg ihre goldene Hochzeit feiern. Kennengelernt und sozusagen auf den ersten Blick ineinander verliebt haben sich beide 1968 bei einem gemeinsamen Einsatz der Posaunenchöre Oppenrod und Watzenborn-Steinberg. Drei Töchter und ein Sohn sowie fünf Enkel zählen zu den Nachkommen.

Ebenso wie Karl-Reinhard Philipp stammt auch Christa aus einem gläubigen Elternhaus. Oppenrod ist der Heimatort der am 2. Dezember 1951 Geborenen. Als Staatlich geprüfte Kinderpflegerin arbeitete sie etliche Jahre. Danach forderte bald die Familie ihren ganzen Einsatz. Anfangs wohnten vier Generationen unter einem Dach in der Hubertusstraße, heute sind es noch zwei. Die Pflege von Angehörigen kam hinzu. "Familienmanagerin" nennt Christa Philipp gerne als Berufsbezeichnung dieser Jahre, was im Grunde bis heute die Dinge treffend beschreibt. Die Arbeit im Garten und die Freude an ihrem großen Hobby, der Näherei, kommen hinzu.

Der am 7. Januar 1949 geborene Jubilar erlernte von 1965 bis 1968 den Beruf des Industriekaufmanns bei Heyligen-staedt in Gießen. Er war bis 1974 Sachbearbeiter bei der Stadt Lich, anschließend bis 1980 in der Abteilung Finanzen des Kommunalen Gebietsrechenzentrums Gießen angestellt. Es folgten bis zum Ruhestand viele Jahre beim Landkreis Gießen in leitenden Positionen.

Nach ehrenamtlichem Engagement in Kindergarten-, Schul-, Kreis- und Landes- elternbeirat wurde Philipp in die Stadtverordnetenversammlung Pohlheim gewählt. Er wechselte bald in den Magistrat, war zunächst ehrenamtlicher, dann von 1991 bis 1994 Erster Stadtrat. Ähnlich der Werdegang beim Kreis über den Kreistag in den Kreisausschuss, dort von 2006 bis 2011.

Als Bürgermeisterkandidat in seiner Heimatstadt Pohlheim trat Philipp 1996 unter der Fahne der Freien Wähler an, nachdem ihm dieser Weg in "seiner" CDU mit knapper Mehrheit verwehrt blieb.

Bürgermeister wurde dann aber bekanntlich weder der FWG- noch der CDU-Kandidat. Von 2001 bis 2006 war Philipp wiederum ehrenamtlicher Stadtrat, danach bis 2011 Stadtverordneter, Vorsitzender der FWG-Fraktion und stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher. 2011 zog sich Karl-Reinhard Philipp aus persönlichen, familiären und auch gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurück. FOTO: SEL

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