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Sängerkranz-Vorsitzender Werner Funk ehrt langjährige Sänger und Mitglieder: Walter Häuser, Kurt Heibertshausen, Gerhard Burger und Reiner Häuser (v. l.).

»Der Chor lebt«

  • VonRoger Schmidt
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Pohlheim (rge). »Es wird Zeit, dass man uns wieder Singen lässt. Kunst muss wieder leben.« Emotional appellierte am Ende der Mitgliederversammlung des Gesangverein Sängerkranz Watzenborn-Steinberg deren Chorleiter Peter Schmitt an die Politik. Gerade mit Blick auf gefüllte Fußballstadien seien die Einschränkungen für Chöre, deren Sänger weitgehend geimpft, genesen und regelmäßig getestet seien, nicht mehr nachvollziehbar.

Zuvor hatte Sängerkranz-Vorsitzender Werner Funk zahlreiche Mitglieder im Hans-Weiß-Saal der Volkshalle begrüßt.

Der Geschäftsbericht von Schriftführer Thorben Reuter für das Pandemiejahr 2020 war überschaubar, aber trotz allem in der Vereinsgeschichte für den Männerchor und die Vocale ereignisreich. Nach dem ersten Lockdown ab Ende Februar konnten erst wieder über den Sommer Präsenzproben stattfinden.

Dank ging so an die Familie Fay vom Hof Obersteinberg, die ihre Maschinenhalle zur Verfügung stellte, und die Stadt Pohlheim, die bis Oktober auch die Volkshalle für Proben mit entsprechendem Hygienekonzept wieder öffnete. Das passende Konzept wurde von Sänger Holger Schmandt ausgearbeitet. Dazwischen behalf man sich mit Proben via Online-Video-Konferenz, die Peter Schmitt organisierte.

Ansonsten hatte man einiges geplant, aber nichts davon konnte in 2020 stattfinden, außer ein Konzert am 3. Oktober im Rahmen der Initiative »Deutschland singt…« zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands, organisiert von Kantorin Cordula Scobel in Watzenborn-Steinberg. Insgesamt hat der Sängerkranz 164 Mitglieder und damit sieben weniger als zuvor, bilanzierte Reuter am Ende seines Berichts.

Chorleiter appelliert an die Politik

Rechner Michael Reuter informierte entsprechend der zurückliegenden Ereignisse mit fehlenden Veranstaltungen über ein Minus in der Kasse, das allerdings durch Rücklagen gedeckt werden konnte. Eine vorbildliche und transparente Kassenführung bescheinigte Thilo Krug, der gemeinsam mit Andreas Jung die Kasse geprüft hatte. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Bei den Ehrungen wurden für 65 Jahre Sängertätigkeit Walter Häuser und Gerhard Burger mit Urkunde und Geschenk gewürdigt. 55 Jahre singt Klaus Harnisch. 50 Jahre Vereinsmitglieder sind Kurt Heibertshausen, Reiner Burger und Gerhold Kuhl. Ihnen wurde Dank und Anerkennung ausgesprochen, genauso wie Frank Häuser für 25 Jahre.

Bei den Vorstandswahlen wurde Werner Funk als 1. Vorsitzender im Amt bestätigt. Erster Schriftführer bleibt Thorben Reuter, wie auch Achim Schäfer als 2. Schriftführer. Einen Wechsel gab es in den Positionen der Rechner. 1. Rechner ist neu Erik Burger, Michael Reuter wechselt in das Amt des 2. Rechners. Beisitzer sind Ernst-Rainer Funk, Ulrike und Dieter Grünfelder, Beate Pflugrath, Bärbel Reuter, Holger Schmandt, Stefan Stumpf und Nicolas Bansmann. Vocale-Chorsprecher bleibt Sängerkranz-Ehrenvorsitzender Karl-Heinz Gros. Alleine das Amt des 2. Vorsitzender ist vakant, nachdem Stefan Huster nicht mehr zur Wahl zur Verfügung stand. Dank ging so noch einmal im Speziellen an Huster und Michael Reuter, die lange Jahre ihre Ämter hervorragend ausgefüllt hatten sowie an die anderen ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder mit Helmut Maurer, Frank Oliver Weiß und Dirk Reitschmidt.

Für dieses Jahr steht die Konzertreihe »Man(n) singt Deutsch« für Sonntag, 7. November, fest im Terminplan, auch das Brunnensingen soll am 18. Dezember stattfinden, informierte Werner Funk. Immer vorausgesetzt, die geltenden Pandemieregeln lassen dies zu. Lob gab es für alle Sänger, die per Video und vor Ort beim Singen am Ball geblieben sind. Durchschnittlich zählten Funk und Peter Schmitt 25 Sänger bei den Proben, die trotz Abstand einen guten Klang behalten haben. »Der Chor lebt«, unterstrich der Chorleiter vom Sängerkranz noch einmal.

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