Chorfreunde trauern um Gotthilf Fischer

  • vonRoger Schmidt
    schließen

Pohlheim(rge). "Chorpapst" Gotthilf Fischer ist tot, und auch in der "Singenden Stadt" Pohlheim sowie in umliegenden Kommunen trauert man um den Gründer der Fischer-Chöre. In Pohlheim war der am Freitag im Alter von 92 Jahren verstorbene populäre Dirigent immer wieder Gast bei seinem Freund und Weggefährten Günter Tisch, dem Präsidenten der Kulturorganisation Interkultur.

Fischer war seit 1999 erster Botschafter der von Titsch initiierten Chor-Olympiade, die man heute als World Choir Games kennt. Für dieses Engagement wurde ihm 2006 der 1. Weltfriedenspreis des Fördervereins Interkultur verliehen, erinnert sich Titsch. Durch seine Verbindung zu Fischer entstand in den 90er-Jahren die "Fischerchorgruppe Mittelhessen" mit Sängern u. a. aus Pohlheim, Hüttenberg und Grünberg. Die Sänger wurden als verlängerter "Fischer-Arm" vom Langgönser Chorleiter Werner Jung auf ihre zahlreichen TV-Auftritte vorbereitet. Das Ergebnis waren tolle Erlebnisse als Teil des großen Fischer-Chors, wie in der ZDF- Sendung "Lieder die wie Brücken sind". Die wurde damals als Novum im aufkommenden "Wind of Change" beim Gorbatschow-Besuch 1989 im russischen und deutschen Fernsehen mit Chören und Interpreten aus beiden Ländern übertragen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare