Die Busanbindung im Pohl-heimer Süden ist schlecht. F.: PAD
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Die Busanbindung im Pohl-heimer Süden ist schlecht. F.: PAD

Buslinien fahren seit Jahrzehnten unverändert

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Pohlheim(pad). Einmal mehr stand die schlechte Busanbindung der südlichen Stadtteile von Pohlheim im Fokus der Kommunalpolitik. Die Grünen hatten einen Antrag gestellt, den Rhein-Main-Verkehrsverbund aufzufordern, einen Halbstundentakt zu prüfen, um so die Linienbusse attraktiver zu machen und eine bessere Anbindung an Gießen herzustellen.

Simone van Slobbe-Schneider (Grüne) erklärte, dass die Lage zusätzlich dadurch verschärft werde, dass die südlichen Stadtteile keinen Bahnanschluss hätten. Der RMV fokussiere sich auf das Rhein-Main-Gebiet. "Wir als Pohlheimer spielen da keine Rolle, außer wir als Kommune kümmern uns überparteilich darum."

Die Grünen hatten ihrem Antrag einen Vorschlag von Reinhard Bayer beigefügt. Der Stadtplaner hatte sich die vorhandenen Buslinien angeschaut und ein Konzept entwickelt, wie sich mit minimalen Änderungen eine bessere Anbindung und Taktung umsetzen ließe.

Unterstützung kam von der SPD. Es sei dringend Zeit, einmal die vorhandenen Strukturen zu überdenken, sagte Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster: "Ich lebe hier seit über 40 Jahren und die Buslinien fahren noch immer so wie früher."

Auf Kritik stieß der Vorschlag hingegen bei der CDU. Reiner Leidich erklärte, seine Partei habe sich bereits für den öffentlichen Nahverkehr eingesetzt. Derzeit würde die Einrichtung einer Linie 38 geprüft, das Ergebnis solle man abwarten. "Ich habe das Gefühl, da kommen Wahlen auf uns zu, und dann werden Themen besetzt."

Widerspruch dazu kam aus den Reihen der Freien Wähler. Björn Feuerbach sagte, dass das Thema öffentlicher Nahverkehr seit Jahren auf der Agenda der Grünen stehe. Da es sich um einen Prüfauftrag handele, werde man gerne zustimmen. Letztlich stimmte nur die CDU gegen den Antrag.

Zu einem weiteren Antrag der Grünen konnte Bürgermeister Udo Schöffmann direkt Vollzug melden: Der Vorschlag, der Adolf-Reichwein-Schule 50 Karten fürs Hallenbad zur Verfügung zu stellen, die diese an Schüler verteilen soll, welche mit dem Fahrrad zur Schule kommen, wurde bereits zeitnah umgesetzt.

Dafür gab es Applaus aus den Reihen der Grünen und der CDU.

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