Besondere Anstrengungen

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Pohlheim(pm). Die Corona-Pandemie ist eine riesige Herausforderung für Pflegekräfte, die alte, kranke und beeinträchtigte Menschen versorgen. "Ihre besondere Leistung wird zu Recht mit einer Corona-Prämie gewürdigt", erklärt Dirk Oßwald, Vorstand der Lebenshilfe Gießen, in einer Pressemitteilung.

Aber nicht weniger anstrengend seien die vergangenen Monate für Mitarbeiter in der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie gewesen, die Menschen mit Behinderung während des Lockdowns rund um die Uhr betreut und gepflegt haben, heißt es in der Pressemitteilung.

Dabei hätten die Beschäftigten der Lebenshilfe, so Oßwald, zusätzlich mit Ängsten und Verhaltensauffälligkeiten ihrer Klienten zu tun gehabt und mussten wegen der Besuchsverbote Angehörige und Freunde auch emotional ersetzen.

Außerdem sei nicht immer ausreichende Schutzbekleidung vorhanden gewesen, weshalb die Mitarbeiter einem besonderen Risiko ausgesetzt waren.

Ebenso wie die Fachverbände für Menschen mit Behinderung, die circa 90 Prozent der Dienste und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung vertreten, begrüßt die Lebenshilfe Gießen, dass sich einzelne Bundesländer wie zum Beispiel Bayern dazu entschieden haben, die Corona-Prämie auch an Mitarbeiter in der Behindertenhilfe auszuzahlen.

Maren Müller-Erichsen, Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Gießen, fordert im Namen der etwa 100 Beschäftigten der zehn Wohnstätten der Lebenshilfe Gießen mit insgesamt rund 130 Bewohnern: "Es muss jetzt bundesweit zu Regelungen kommen, die Mitarbeitende in der Behindertenhilfe umfassend berücksichtigen."

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