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"Die Spätzünder" alias Annemarie Schmidt und Mechthild Vogel aus Atzbach bringen die Gäste in der Grüninger Burg mit ihren Mundartliedern zum Lachen.

"Bei us in de Kirch is es schie"

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Pohlheim (rge). Gottes Wort "off Platt" also in Mundart konnte man sich am Sonntag auf der Grüninger Burg anhören - und noch einiges mehr. Zahlreiche Besucher waren der Einladung der evangelischen Kirchengemeinde gefolgt; schon am frühen Morgen wurden sie von Prädikant Karl-Heinz Klee gut gelaunt zum Gottesdienst begrüßt. Es wurde gebetet, gepredigt, gesungen - viel auf heimatlicher Mundart. Dazu trug auch Steffi Zöller mit ihren Liedern bei, darunter "Bei us in de Kirch is es schie". Zudem lieferte der evangelische Posaunenchor Langgöns die musikalische Begleitung zu Kirchenliedern wie "Ich singe dir mit Herz und Mund" bei bestem Feierwetter im Burghof.

Eine besondere Liebeserklärung

Vorgestellt wurde an diesem Vormittag die anlässlich der laufenden Feierlichkeiten "350 Jahre Kirchenschiff 2019" und "500 Jahre Paul-Hutten-Ring 2020" druckfrisch erschienene Festschrift "Die Kirche Grüningen" von der evangelischen Kirchengemeinde. Die war gemeinsam von Heimatforscher Werner Bender und Dr. Angela Stender auf Vorlage von Pfarrer i. R. Heinrich Blum aus den Neunzigerjahren aktuell auf 44 Seiten entstanden. Kirchenvorsteher Martin Noack, der entsprechend dankte, hatte selbst seine Liebeserklärung an "meine liebe Kirche" dazu beigetragen. Außerdem wurde ein "Kleiner Kirchenführer" für Besucher mit den Informationen zu den historischen Besonderheiten des renovierten Gotteshauses herausgegeben.

Zur Erinnerung: Während der Sommermonate ist die Grüninger Kirche täglich von 17 bis 19 Uhr bis Ende September zur freien Besichtigung geöffnet.

Zum Mittag gab es dann erstmals leckere "Burg-Bellschou" von Metzgermeister Kurt Dern, bevor dann zur besten Kaffeezeit zwei lustige Damen aus Atzbach im Burghof die Lacher auf ihrer Seite hatten. Es präsentierte sich mit Annemarie Schmidt und Mechthild Vogel das Kabarett "Die Spätzünder" mit Musik und Mundwerk. Mit Herz und "off Platt" fragten sie ihre Zuhörer "Wisst ihr noch, wois froier woar?". Die beiden erinnerten dabei an Begebenheiten mit "Oma, Hinkel mit viel Kikeriki, Moped und so manch Dippche mit Henkel". Applaus gab es reichlich. Die Kirchengemeinde dankte allen Helferinnen und Helfern sowie dem Heimatverein mit den fleißigen Burgfrauen und -männern für die Bereitstellung der Burg.

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