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Stettin, die polnische Ostseeküste und mehrere Ziele in Sachsen-Anhalt sind die Etappen der Reise des Kulturrings Pohlheim.

Beeindruckende Philharmonie

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Pohlheim (pm). Stettin war das Ziel einer Reise von Mitgliedern des Kulturrings in Pohlheim. Sie waren zudem an der polnischen Ostseeküste und in Sachsen-Anhalt unterwegs.

Erstes Ziel war Stettin. Bei einer Stadtführung lernten die Teilnehmer die Altstadt, die "Neue Altstadt" und den Hafen kennen. Stettin mit seinen 410 000 Einwohnern, davon 70 000 Studierende, hat sich zu einer lebhaften und modernen Stadt entwickelt.

Die meisten Reiseteilnehmer besuchten die Philharmonie zum Saison-Eröffnungskonzert mit dem Violinkonzert in D-Dur von Beethoven und einem Konzert für Orchester von Bela Bartok. Nicht nur das Konzert mit dem international bekannten Violinisten Ning Feng, sondern auch die Philharmonie selbst werden in Erinnerung bleiben. Der Bau der Philharmonie, 2014 eröffnet, gilt mit seiner Aufsehen erregenden Glas- und Aluminiumkonstruktion als Gesamt-Kunstwerk, und wurde 2015 mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis ausgezeichnet.

Der nächste Tag führte an die Ostseeküste zu dem beliebten Kurort Misdroy. Trotz regnerischen und windigen Wetters waren insbesondere auf der langen Seebrücke viele Menschen unterwegs, sodass sich die Reisenden des Kulturrings nach einem Bummel auf den nächsten ruhigen Punkt freuten, die Bischofskathedrale in Cammin. Hier hörten sie ein kleines Konzert alter und neuer Melodien auf der Barock-Orgel aus 1699. Am Abend wurde in Stettin ein Restaurant aufgesucht, in dem typisch polnische Gerichte serviert wurden.

Heiligtum und Kultstätte

Tags darauf ging es von Stettin in Richtung Sachsen-Anhalt und Kreisgrabenanlage Pömmelte, die auch als das deutsche "Stonehenge" bezeichnet wird. Zuvor mussten die Pohlheimer einen Umweg in Kauf nehmen, denn die Fähre, mit der die Elbe überquert werden sollte, konnte wegen Niedrigwasser den Bus nicht übersetzen. Pömmelte wurde daher mit etwas Verspätung erreicht.

Auf einer lebendigen und unterhaltsamen Führung wurde den Teilnehmern die Bedeutung und ehemalige Nutzung der Kreisgrabenanlage als vermutlich früheres Heiligtum und Kultstätte dargestellt.

Danach ging es weiter zur Sektkellerei Rotkäppchen in Freyberg, wo nicht nur auf einer kurzen Führung die Produktionswege bekannt gemacht wurden, sondern auch bei einem Sekt-Umtrunk das Ergebnis der Produktion.

Am letzten Tag erhielten die Reisenden eine kurzweilige Führung durch die Altstadt von Merseburg mit Verweisen auf die Sagen wie "Der Merseburger Rabe" oder die "Merseburger Zaubersprüche".

Dann ging es weiter zur letzten Station der Reise, zur Arche Nebra. Mit einer beeindruckenden Präsentation wurde den Pohlheimern die weltweit älteste bekannte Darstellung des Kosmos nahegebracht.

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