+
Peter Orloff singt mit dem Schwarzmeer-Kosaken-Chor und der Eintracht.

Auftritt mit Musikstar

  • schließen

Pohlheim (rge). Für die Sänger der Eintracht Hausen und ihrem Chorleiter Volker Purdak waren es im 135. Jahr ihres Bestehens ein besonderer Moment, mit dem Star Peter Orloff und seinem Schwarzmeer-Kosaken-Chor gemeinsam zu singen. Am Samstagabend war der 75-jährige bekannte Schlagersänger, Komponist, Liedtexter, Musikproduzent und Schauspieler in der voll besetzten evangelischen Kirche mit seinen ukrainisch-russischen Sängern und Musikanten zu Gast.

Dabei hatte Orloff auch nach 60 Jahren auf den Bühnen nichts von seiner Ausstrahlung verloren. Mit seiner grauen Lockenpracht, einladenden Gesten und immer mit einem strahlenden Blick hatte er nicht nur als Sänger, sondern auch als gut gelaunter Conférencier sein Publikum stets im Griff. In schwarzer Gardeuniform mit Ledergürteln waren die neun Schwarzmeer-Kosaken-Sänger zudem ein Hingucker.

Typisch russisch waren die tiefen Bassstimmen und hohen Kopfstimmen, eines Countertenors gleich, mit denen die Sänger ihre stimmungsvolle Visitenkarte hinterließen. Ein Hauch von "Dr. Schiwago" schwebte so durch den Saal, als die Klänge von Balalaika und Knopfakkordeon im Zusammenspiel mit Gesang erklangen.

Die georgische Volksweise "Suliko" und "Ich bete an die Macht der Liebe" sangen Eingangs die Eintracht-Sänger mit den Schwarzmeer-Kosaken und ernten dafür schon ersten lauten Beifall. Ein "schöner Tag" fand auch in seiner Begrüßung Eintracht-Vorsitzender Matthias Ohnmacht und erinnerte zudem an den historisch glücklichen "Mauerfall", der sich an diesem Abend zum 30. Mal jährte.

"Pater Noster" sangen dann die Schwarzmeerkosaken im russischen Kirchengesang, bevor der bekannte "Gefangenenchor" aus Verdis Oper "Nabucco" in weltlichen Chorklang von den Sängern intoniert wurde. Lieder, Legenden und Geschichten der Weiten Russlands wurden danach lebendig wie beim "Leuchte mein Stern", der instrumentalen "Petersburger Schlittenfahrt" und den Chorklängen bei den "Legenden von 12 Räubern".

´Nicht fehlen durfte "Das Wolgalied" und "Kalinka" bei dem an Abwechslung reichen Programm. Ovationen begleiteten Peter Orloff und seine Schwarzmeer-Kosaken so am Ende dieses Konzertabends in Hausen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare