Nur beim Start in Dorf-Güll kommen sich die Fahrzeuge nahe. FOTO: RGE
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Nur beim Start in Dorf-Güll kommen sich die Fahrzeuge nahe. FOTO: RGE

Auch Geschicklichkeit ist gefragt

  • vonRoger Schmidt
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Pohlheim(rge). Erstmals stand die Klosterwaldhalle in Dorf-Güll als Treffpunkt der hessischen Oldtimerfreunde am Sonntag im Blickpunkt. Der Auto-Motor-Sportclub (AMSC) Pohlheim hatte zur "4. ADAC Limes Klassik Oldtimerfahrt" für Jedermann eingeladen und eröffnete damit verspätet die Saison. Grund war die Pandemiesituation aufgrund des Coronavirus. Sie verlangte den Vereinsverantwortlichen einiges in Punkto Organisation ab.

So wurde das komplette Konzept verändert. "Der Spaß am Fahren steht diesmal eindeutig im Mittelpunkt", sagte Alexander Wissgott vom AMSC. Die Aufgaben wurden so ausgewählt, dass diesmal auch Anfänger daran teilnehmen konnten. Diese Öffnung, die zudem Fahrzeuge bis zum Baujahr 1999 einschloss, machte sich auch an der hohen Teilnehmerzahl mit 80 Teams aus ganz Hessen bemerkbar.

Als ältestes Automobil ging ein Hansa Borgward aus dem Jahr 1936 auf die Strecke, am Steuer die Frankfurter Joachim und Markus Pompalla.

Um 9.21 Uhr startete bei Sonnenschein mit dem Startzeichen von Moderator Uwe Lecke ein Motorrad die beiden Rundfahrten. Mit einer Zündapp Baujahr 1950 war Hartmut Schreier von den Oldtimerfreunden Mittelhessen dabei. Zehn Motorräder waren unter den 80 Fahrzeugen.

Alle Teams waren zuvor auf dem für Zuschauer abgesperrten Parkplatz der Klosterwaldhalle von den ehrenamtlichen AMSC-Helfern eingeführt worden. Es wurden Meldezettel zu Fahrzeug und Corona ausgefüllt und Lunchpakete ausgegeben, die diesmal anstelle des sonst üblichen Frühstückbuffets verteilt wurden. Geachtet wurde auf Abstände und Mundschutz. Eigens hatten sich die Motorsportfreunde ihr Hygienekonzept von Stadt und Kreisgesundheitsamt absegnen lassen. Die Veranstaltung war so auch ein Test für zukünftige Veranstaltungen wie Wissgott erklärte. Vereinzelte Zuschauer waren nur außerhalb des Veranstaltungsortes auf den Straßen zu sehen und auf dem Gelände selbst nicht zugelassen.

Die Teilnehmer hatten auf den Strecken - am Morgen ging es Richtung Vogelsberg, am Nachmittag Richtung Wetzlar - einige Aufgaben zu lösen. Damit Anfänger und Könner gleiche Chancen hatten, ging es beim Würfelspiel an einem Stopp spielerisch zu, beim folgenden Zeitfahren auch um Geschicklichkeit, denn es galt einen Ball in einem Magneten auf der Kühlerhaube zu halten.

Am Ende lockten Pokale für Anfänger und Fortgeschrittene und für alle Teilnehmer eine Finisher-Medaille. Sonderpreise hatten Auto Häuser mit einem Wochenende mit einem Fiat 500 Abarth beigesteuert sowie Malerbetrieb Markus Jung in Form von Büchern und Ausstattung rund um das Fahrzeug.

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