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Bürgermeister Udo Schöffmann (l.) und der Stadtverordnetenvorsteher Prof. Helge Stadelmann (r.) ehren (v. l.) Matthias Jung, Ewald Seidler und Ulrich Sann.

Am Anfang war der Kampf gegen die Deponie

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Pohlheim (srs). Pläne für den Bau einer Mülldeponie in Holzheim hatten einst ihren politischen Kampfgeist geweckt, allesamt prägen sie die Pohlheimer Kommunalpolitik bis heute seit inzwischen 30 Jahren: Matthias Jung, Ewald Seidler und Ulrich Sann sind am vergangenen Freitag im Rahmen eines Parlamentarischen Abends mit der Ehrenplakette der Stadt in Gold ausgezeichnet worden.

Jung, Seidler und Sann wurden für ihre ehrenamtliche Tätigkeit seit über drei Jahrzehnten gewürdigt, unter anderem in der Stadtverordnetenversammlung im Ortsbeirat Holzheim. Bürgermeister Udo Schöffmann hob zudem ihr "positiv prägendes Wirken im öffentlichen Leben und zum Wohl der Stadt" hervor.

Jung ist seit 2016 Fraktionsvorsitzender der CDU, war dies zuvor bereits in den Jahren 2008 bis 2013. Außerdem leitete er den Pohlheimer Sozialausschuss, diente im Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde in Holzheim, war Vorsitzender des Fördervereins Diakoniestation Pohlheim und des Landschaftspflegerings Holzheim. Antrieb für sein Engagement sei das "C in der CDU", sagte der 53-Jährige. "Der christliche Gedanke."

Der 68 Jahre alte Seidler ist seit Mai 2016 Erster Stadtrat. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler ist seit April 1985 als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung aktiv. Zwischen 2011 und 2016 war er stellvertretender Ortsvorsteher in Holzheim. Seine ehrenamtliche Tätigkeit begann er Mitte der 70er Jahre in der NABU-Ortsgruppe Holzheim/Dorf-Güll/Grüningen. Im Kampf gegen das - schließlich gescheiterte - Vorhaben der Kreismülldeponie in Holzheim war er Gründungsmitglied des Bürgervereins Mensch, Umwelt und Natur, seit 2012 sitzt er dort im Vorstand.

Sann ist seit 2016 Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler und stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher. Auch er begann sein ehrenamtliches Engagement in der NABU-Ortsgruppe Holzheim/Dorf-Güll/Grüningen. Wie Seidler kämpfte er an vorderster Front gegen die Deponie-Pläne in Holzheim. Der 68-Jährige ist zudem Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, und des Gesangvereins Harmonie in Holzheim sowie des Obst- und Gartenbauvereins Watzenborn-Steinberg. Sann und Seidler erklärten, sie verstehen ihr Engagement als Dienst an der Demokratie.

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