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Einer der großen Posten im Haushalt 2020: der Neubau der Kindertagesstätte Sonnenschein. ARCHIVFOTO: CON

Allein 8,7 Millionen Euro Kreisumlage

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Pohlheim(con). Mit dem Haushalt 2020 ist die Stadt Pohlheim im Kreisvergleich gut aufgestellt: Denn obwohl in Pohlheim die Sätze für Grund- und Gewerbesteuer im Vergleich zu anderen Kommunen des Landkreis Gießen mit zu den niedrigsten gehören, sind derzeit keine weiteren Steuererhöhungen geplant, wie nun auch in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss deutlich wurde.

Auch dieses Jahr sollen die Hebesätze der Grundsteuer A und B unverändert auf 325, beziehungsweise 300 Punkten verbleiben. Der Hebesatz der Gewerbesteuer verbleibt bei 380 Prozent. Insgesamt verzeichnet der Haushalt einen Gesamtbetrag bei den ordentlichen Erträgen von 32 074 809 Euro, dem stehen ordentliche Aufwendungen in Höhe von 32 019 855 Euro gegenüber.

Sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge liegen etwa 1,5 Mio. Euro über den Werten des Vorjahreshaushalts. Damit ist der Haushalt 2020 derzeit mit einem Überschuss von 54 954 Euro geplant.

Am Mittwoch stand im Haupt- und Finanzausschuss die erste Lesung zur Diskussion. Viel Diskussionsbedarf bestand neben der Klärung einiger Formalia oder unklarer Kostenstellen jedoch nicht.

Den größten Teil der Aufwendungen machen dabei die Umlagen inklusive gesetzlicher Auflagen in Höhe von 14,2 Mio. Euro aus. Dazu zählen etwa die Kreisumlage mit 8,7 Millionen Euro, die Schulumlage mit 4,4 Millionen Euro sowie die Gewerbesteuerumlage mit rund einer Million Euro.

Der zweithöchste Kostenpunkt sind die Personalkosten in Höhe von 8,3 Mio. Euro, die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen betragen rund 4,9 Mio. Euro.

Bei den Investitionen 2020 macht alleine die Kita in Watzenborn-Steinberg zwei Millionen Euro aus: Insgesamt sollen die Baukosten 6,8 Mio. Euro betragen, davon stehen weitere 4,8 Mio. Euro im Jahr 2021 an - aber ebenso werden 2,4 Mio. Euro Landesförderung erwartet.

Für die grundhafte Erneuerung der Kunstrasenplätze in Pohlheim sind 310 000 Euro eingeplant und für die Erschließung des Baugebiets Hausen-Ost 1,7 Mio. Euro. Weitere 370 000 Euro beträgt der Ansatz bei den Renaturierungsmaßnahmen im Bereich des Welsbachs in Dorf-Güll und dem Lückenbach westlich des Fortwegs - die erwartete Landesförderung von 300 000 Euro ist für den Haushalt 2021 veranschlagt. Bis zum 26. Januar haben die Fraktionen nun Zeit, um ihre Anträge zum Haushalt 2020 einzureichen.

In Sachen Radweg nichts Neues

Neben den reinen Haushaltsthemen gab es eine Nachfrage zum Radweg zwischen Garbenteich und Dorf-Güll: Denn hier steht der letzte Lückenschluss im Bereich der Bahnschienen nach wie vor aus. Vonseiten der SPD kam deshalb die Frage, ob hier ein Ende der Arbeiten abzusehen sei. "Nein, derzeit nicht", antwortete Bürgermeister Udo Schöffmann während der Sitzung. Derzeit liege das weitere Vorgehen in der Zuständigkeit der Bahn. Zudem habe der Baustopp auch mit dem Unwillen eines Garbenteicher Bürgers zu tun, der einen Teil seiner Grundstücksfläche nicht dafür verkaufen wolle.

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