Absage an Erweiterungspläne

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Pohlheim (pad). Die Pläne der syrisch- orthodoxen "Mor Had-Bschabo"-Gemeinde, ihr Gemeindezentrum in Hausen zu erweitern, stoßen bei den Anwohnern auf Kritik. Die Pläne, die Kapazität von 350 auf zukünftig 500 Plätze zu erhöhen, wurden vergangene Woche vom Ortsbeirat abgelehnt. Nun meldet sich Pohlheims Bürgermeister Udo Schöffmann zu Wort.

Bereits als die Kirchengemeinde mit ihrem Architekten die Pläne in der Verwaltung vorgestellt habe, seien diese auf Skepsis gestoßen. "Wir standen der Sache kritisch in Bezug auf Parkplätze und eine mögliche Lärmbelästigung der Anwohner gegenüber", teilte Schöffmann mit. Statt ein kostspieliges Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans einzuleiten, welches dann scheitern könnte, riet Schöffmann der Kirchengemeinde, erst eine Stellungnahme des Ortsbeirats einzuholen.

"Der Ortsbeirat hat ein eindeutiges Votum abgegeben und sieht die Angelegenheit ähnlich kritisch wie die Verwaltung", sagte Schöffmann. "Unter diesen Voraussetzungen sehe ich im Moment keine Möglichkeit das Projekt in der gewünschten Form umzusetzen."

In der Ortsbeiratssitzung war auch Kritik von Anwohnern an der Parksituation um das Gemeindehaus laut geworden. Unter anderem soll im Frühling eine Anwohnerin von einem Gemeindebesucher bedroht worden sein. Ortvorsteher Jörg Schwarz sagte hierzu, dass die Kirchengemeinde sich zeitnah für den Vorfall entschuldigt habe. Jedoch stünde noch eine Entschuldigung des Verursachers aus.

Im Pohlheimer Rathaus kann man eine besonders angespannte Situation in dem Gebiet nicht bestätigen. Insgesamt sei die Zahl der Beschwerden von Anwohnern im Gebiet um das Gemeindezentrum in Hausen nicht besonders auffällig, teilte Schöffmann auf Anfrage mit.

Das Ordnungsamt habe zuletzt am 14. Juli und am 21. Juli kontrolliert. Beim ersten Termin gab es keine Beanstandungen, eine Woche später wurden 19 Knöllchen wegen Parkverstößen geschrieben. An diesem Tag feierte die Kirchengemeinde ein Sommerfest, wodurch Teile des Parkplatzes durch Zelte blockiert wurden. Man habe die Gemeinde danach darauf hingewiesen, dass sie in solchen Fällen Ordner bereitstellen müsse, die den Parkverkehr regeln, teilte der Bürgermeister mit.

"Zur Entspannung der Gesamtsituation ist die Kirchengemeinde daran interessiert, die Parkfläche durch Zukauf einer Grundstücksfläche im Bereich des Baugebietes Hausen Ost zu erweitern", sagte Schöffmann abschließend.

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