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Die Bohrung in Hausen-Ost.

100 Meter tiefes Loch gebohrt

  • VonGünther Dickel
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Pohlheim (gdp). Wie gut kann sich Erdwärme im Neubaugebiet »Hausen-Ost« nutzen lassen? Um diese Fragen beantworten zu können, fanden nun Erkundungsbohrungen im Auftrag der »LandesEnergieAgentur Hessen« statt.

Ein Bohrmeißel an der Spitze des Bohrgestänges arbeitete sich bis auf eine Tiefe von 100 Metern vor. Das dadurch gelöste Gesteinsmaterial wurde mit Wasser nach oben aus dem Bohrloch befördert. Dabei wurden kontinuierlich Gesteinsproben zur geologischen Beschreibung entnommen.

Nach Erreichen der geplanten Tiefe wurde das Gestänge ausgebaut. Danach wurde eine Erdwärmesonde in das Bohrloch eingelassen. Sie besteht aus zwei U-förmigen Kunststoffrohren. Mit ihnen wird die Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes bestimmt. Ergänzend wird die Temperatur des Untergrundes ermittelt.

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie zusammengeführt, ausgewertet und in Form eines Steckbriefs veröffentlicht.

Auf Grundlage des Steckbriefs können Bauwillige, Kommunen, Bohrfirmen und Energieversorger zuverlässig die richtige Dimensionierung von Erdwärmesonden sowie die Bohr- und Ausbauarbeiten planen. Die im Neubaugebiet »Hausen-Ost« installierte Sonde kann nach Abschluss der Tests von der Kommune zur nachhaltigen Wärmegewinnung genutzt werden.

Pohlheim ist eine von 17 Kommunen in Hessen, in denen 2021 und 2022 geothermische Erkundungen stattfinden. FOTO: GDP

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