Planungen für Hallenbadneubau nehmen Fahrt auf

  • vonPatrick Dehnhardt
    schließen

Hüttenberg(pad). Drei Wochen nach dem Bürgerentscheid drängt ein Großteil der Hüttenberger Kommunalpolitiker auf einen zügigen Bau des Hallenbades. Die Grünen legten nun im Bau- und Verkehrsausschuss einen möglichen Fahrplan hin zum Neubau vor, die SPD sprach sich für eine Machbarkeitsstudie aus.

Klaus Weber (Grüne) stellte den Zeitplan vor, der als Ziellinie eine Ausschreibung im Frühjahr 2022 definiert. Erster großer Schritt ist dabei eine Klausur im kommenden Januar, bei der Parlamentarier sowie Vertreter des Trägervereins und der Verwaltung definieren sollen, wie das neue Hallenbad aussehen und welche Ausstattung es erhalten soll.

Nicht weit entfernt davon war der SPD-Vorschlag: Volker Breustedt sagte, dass der Gemeindevorstand unter Einbindung einer Arbeitsgruppe, zu der Mitglieder des Trägervereins und der DLRG gehören sollen, eine Machbarkeitsstudie beauftragen solle. Diese solle als Orientierung den Bau eines Schwimmbades mit dem bisherigen Angebotsspektrum prüfen. Auch solle geklärt werden, ob der Neubau direkt an die Sporthalle herangebaut oder von ihr getrennt errichtet werden soll.

Ivonne Vogt (SPD) sprach sich für einen von der Sporthalle getrennten Neubau aus. "Irgendwann muss ich wieder mit der Sporthalle umgehen. Dann habe ich ein neues Schwimmbad dranstehen."

Vorsitzender Klaus Schultze-Rhonhof (CDU) erinnerte an den Weg, den man bei der Sporthalle in Rechtenbach gegangen war. Damals habe man einen Sonderausschuss gebildet, der von einem Fachbüro unterstützt wurde. Dies sei jetzt auch denkbar.

Bürgermeister Christof Heller sagte, dass eine Schwimmhalle ein deutlich komplexeres Projekt als eine Sporthalle sei. Daher sei eine Begleitung durch ein Fachbüro sinnvoll. Dass ein Generalunternehmer direkt an die Sporthalle dranbauen würde, könne er sich kaum vorstellen. Für eine zügige Planung brauche man klare Vorgaben, wie das neue Bad ausgestattet sein soll. "Wir müssen uns unterhalten, was da rein soll. Darauf aufbauend können wir alle Studien machen."

Letztlich einigte sich der Ausschuss einstimmig darauf, sich in einer Sondersitzung im Januar nur mit dem Thema Hallenbad zu beschäftigen. Dabei sollen die betroffenen Vereine mit ins Boot geholt werden und zudem ein Fachmann aus dem Schwimmbadbau dem Gremium beratend zur Seite stehen, um Ausstattung und Standort zu beraten.

Im Haushalt 2020 ist mit Sperrvermerk eine Stelle für eine zusätzliche Kraft im Bauamt eingeplant, die sich hauptsächlich mit dem Hallenbadneubau beschäftigen sollte. Dieser Sperrvermerk soll nun aufgehoben werden. Weber hielt dies für verfrüht, "das brauchen wir noch nicht". Der Bürgermeister warb für eine Aufhebung: Ein Schwimmbad lasse sich nicht nebenbei planen. Breustedt schloss sich dieser Sichtweise an, gab zudem zu Bedenken: "Da spaziert ja nicht nächste Woche jemand in die Verwaltung und unterschreibt den Vertrag." Der Ausschuss empfahl letztlich mehrheitlich die Aufhebung des Sperrvermerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare