Plädoyer für solidarisches Zusammenleben

  • Thomas Brückner
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Laubach(tb). Mit einem Plädoyer für ein solidarisches Zusammenleben hatten sich im Frühjahr Vertreter eines breiten Spektrums der hessischen Zivilgesellschaft an die Öffentlichkeit gewandt. 48 Erstunterzeichner, darunter führende Persönlichkeiten aus kommunalen Spitzenverbänden, Kirchen, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wohlfahrt, Sport, Kunst und Kultur, wollten vor der Europawahl ein Zeichen setzen: für eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft, die Unterschiede und Vielfalt als Reichtum begreift, gegen Diskriminierung und Hetze.

Dem Plädoyer hat sich auch Laubachs Stadtparlament in seiner jüngsten Sitzung angeschlossen. Einzige Neinstimme kam von Hans-Georg Frank (BfL). "Hält sich eh keiner dran" oder "idealistisches Zeug, geht an der Realität vorbei", lauteten seine Argumente. Ganz anders Dr. Ulf Häbel (FW): "Das ist keine weiße Salbe", wies er eine weitere Formulierung Franks zurück. Fairer, die Menschenwürde beachtender Streit sei wesentlich für eine Demokratie, das Plädoyer - begründet nicht zuletzt mit dem Erstarken des Rechtspopulismus - keineswegs unsinnig.

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