Pflege und Beruf vereinbaren

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Gießen(pm). Geld verdienen und gleichzeitig Angehörige pflegen: Für viele Berufstätige kann das zu einer enormen körperlichen und seelischen Belastung bis hin zu einer ernsthaften Erkrankung führen. Daher organisieren die Volkshochschulen des Landkreises und der Stadt Gießen einen Bildungsurlaub gemeinsam mit der BeKo (Beratungs- und Koordinierungsstelle für ältere und pflegebedürftige Menschen in der Stadt und im Landkreis).

Der Bildungsurlaub richtet sich speziell an Betroffene und an Personen, die Pflegeaufgaben in der Familie übernehmen werden. "Aufgrund der besonderen zeitlichen Belastung der Zielgruppe bietet sich das Format des Bildungsurlaubes an. Hessische Beschäftigte haben grundsätzlich die Möglichkeit, für fünf Tage pro Jahr bezahlten Bildungsurlaub in Anspruch zu nehmen", sagt Torsten Denker, Leiter der Kreisvolkshochschule.

Während des Bildungsurlaubs geben Expertinnen Infos zu rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sowie zu Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfenetzwerken. Außerdem erweitern die Teilnehmer ihre Pflegekompetenzen und lernen wirksame Methoden kennen, um ihren Stress zu reduzieren.

Der Bildungsurlaub "Pflege und Beruf - Wege zur besseren Vereinbarkeit" wird von Montag, 9. November, bis Freitag, 13. November, jeweils von 9 bis 16.30 Uhr im VHS-Haus Lich angeboten. Aufgrund der Corona-Pandemie findet der Bildungsurlaub mit reduzierter Teilnehmerzahl und unter Einhaltung der Hygieneregeln statt. Die Leitung hat Gesundheitswissenschaftlerin Manuela Brehmen.

Wer weitere Fragen hat, kann sich bei der Kreisvolkshochschule unter der Telefonnummer 06 41/93 90-57 00 melden. Dort sind auch die Anmeldungen möglich. Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite www.vhs-kreis-giessen.de.

Wer bereits in die häusliche Pflege eingebunden ist, kann für die Zeit der Abwesenheit eine Ersatzpflege organisieren. Diese kann über die sogenannte "Verhinderungspflege" mit der Pflegekasse abgerechnet werden. Nähere Auskunft gibt es bei der BeKo unter Telefon 06 41/9 79 00 90. Es wird empfohlen, bei der Krankenkasse vorab anzufragen, ob eine Kostenerstattung möglich ist.

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