Der Pakt kostet wieder

  • Rüdiger Soßdorf
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Gießen(so). Es bleibt dabei: Die Eltern müssen für die ausgefallene Schülerbetreuung im Pakt für den Nachmittag von Mitte März bis Ende Mai nichts bezahlen.

Doch da seit Juni die Betreuung im "Pakt" wieder vollumfänglich angeboten wird, werden jetzt auch wieder Elternbeiträge fällig, wenn das Angebot gebucht ist. Und zwar unabhängig davon, ob Eltern dies aktuell nutzen oder nicht. Die CDU hatte im Gießener Kreistag aktuell beantragt, die Beiträge auch noch im Juni auszusetzen respektive anteilig zu erstatten, um Eltern entgegenzukommen.

Und: Auch beim "Pakt sei man noch nicht in den Regelbetrieb zurückgekehrt. Schließlich würde die Betreuung nur von rund 60 Prozent der angemeldeten Kinder genutzt. Vor dem 22. Juni hätten in den Grundschulen die ersten bis dritten Klassen komplett gefehlt; insofern dürfte die Auslastung der Betreuung davor noch geringer sein.

Das hat die SPD-geführte Mehrheit im Kreistag aber abgelehnt. Auf rund 280 000 Euro beziffert Schuldezernentin Christiane Schmahl (Grüne) die Verluste aufgrund fehlender Elternbeiträge von Mitte März bis Ende Mai. Im Mai war das Betreuungspersonal überdies in Kurzarbeit.

Mit zunehmender Öffnung der Schulen wurde das Betreuungsangebot wieder hochgefahren. "Ich halte es für zumutbar, dass Eltern hier wieder ihre 50 Euro Beitrag im Monat leisten", sagt Schmahl.

Denn das macht in Summe allein im Monat Mai rund 154 000 Euro in der Kreiskasse aus. Geld, auf das nicht verzichtet werden könne, zumal das Betreuungsangebot ja da ist.

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