Pakt-Elternbeiträge werden erstattet

  • Rüdiger Soßdorf
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Gießen (so). Eltern von Grundschülern, die im »Pakt für den Nachmittag« betreut werden, bekommen ihre Beiträge ganz oder teilweise erstattet. Das hat der Kreistag am Montag in seiner Sitzung in Hungen einmütig beschlossen.

Konkret: Für die Zeit, in der die Betreuung im aktuellen Halbjahr ausfiel oder ausfällt, werden Elternbeiträge vollständig erlassen. Für Januar und Februar werden die bereits abgebuchten Beiträge rückwirkend wieder erstattet. Bei Wechselunterricht wird die Hälfte der Elternbeiträge erlassen. Was das Essensgeld angeht, so werden nur tatsächlich eingenommene Mahlzeiten in Rechnung gestellt.

Bereits im Februar und März hatten sich alle Parteien darüber Gedanken gemacht, wie dies zu handhaben ist und sich verständigt. Der Beschluss konnte allerdings erst jetzt gefasst werden, nachdem sich wieder ein neues Parlament konstituiert hat.

Welche finanziellen Auswirkungen das hat, das zeigen ein paar Zahlen: Das Betreuungsangebot »Pakt für den Nachmittag« wird zu rund 40 Prozent über Elternbeiträge finanziert, der Rest aus Steuermitteln. Von Januar bis Schuljahresende im Juli sind bei den Elternbeiträgen nun bis zu 940 000 Euro weniger zu erwarten. Bei Wechselunterricht oder wieder anlaufendem Unterricht entsprechend weniger. Gegengerechnet werden 450 000 Euro, die in der Pandemie bei der Schülerbeförderung mit Bussen gespart wurden. Zudem war Betreuungspersonal in Kurzarbeit. Auch da konnte der Kreis sparen.

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