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Organisierte Kriminalität im Kreis Gießen: „Ermittlungen nicht gefährden“

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Von: Jonas Wissner

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Keineswegs nur ein harmloser Motorradfahrer: Ein Mitglied der Rockergruppe „Hells Angels“. In Gießen soll es um das Rockermilieu ruhiger geworden sein.
Keineswegs nur ein harmloser Motorradfahrer: Ein Mitglied der Rockergruppe „Hells Angels“. In Gießen soll es um das Rockermilieu ruhiger geworden sein. © picture alliance/dpa

Wenn es um Strukturen der organisierten Kriminalität geht, besteht der Eindruck, dass die Polizei sich mit Informationen über Ermittlungen im Vergleich zu anderen Delikten merklich bedeckt hält. Welchen Einblick hat die Polizei in solche Strukturen im Gießener Land - und was tut sie dagegen?

Gießen »Da gibt es natürlich Ermittlungsschritte, die Außenstehenden nicht bekannt sind und auch nicht bekannt werden sollten. Wir müssen schon aufpassen, dass die Ermittlungen nicht gefährdet werden«, äußert sich dazu nun Polizeisprecher Jörg Reinemer. Allerdings habe man auch diesen Bereich weiter im Fokus. Es gebe Kommissariate, »die sich mit diesem Milieu befassen, eng mit dem LKA zusammenarbeiten und versuchen, Strukturen aufzuhellen«. Auch die Rocker-Kriminalität beobachte man nach wie vor »sehr genau«. Reinemer weiter: »Nach außen hin betrachtet ist es dort schon ruhiger geworden.«

Jedenfalls übe die Polizei auch in diesem Bereich den nötigen Ermittlungsdruck aus, versichert Reinemer auf Nachfrage. Nicht jeder sehe, »was wir da machen, und das ist auch gut so. Manches können wir auch präventiv verhindern. Es ist natürlich auch so, dass wir unsere Ressourcen dort der Lage anpassen müssen«, so der Sprecher weiter. (jwr)

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