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Die Corona-Krise könnte einen grundlegenden Wandel in der Arbeitswelt bewirken. Mobiles Arbeiten hat massiv zugenommen.

Offen für das Homeoffice

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Eine Blitzumfrage der IHK Gießen-Friedberg zeigt: Über 70 Prozent der Unternehmen machen gute und sehr gute Erfahrungen mit mobiler Arbeit. Allerdings lehnt eine knappe Zweidrittel-Mehrheit eine behördliche Anordnung ab.

Positives Feedback für mobiles Arbeiten in der Corona-Pandemie: 72 Prozent der Unternehmer haben durchweg sehr gute und gute Erfahrungen damit gesammelt. Auch die Sicht der Mitarbeiter auf das Arbeiten von Zuhause ist nach Einschätzung der IHK-Mitglieder vergleichbar hoch. Das sind die Ergebnisse einer Blitzumfrage der IHK Gießen-Friedberg unter ihren Mitgliedern. 130 nahmen teil.

»Wir sehen, wie engagiert unsere Unternehmen das Arbeiten von Zuhause aus ermöglichen. Das ist ja auch verständlich, denn naturgemäß haben sie ein sehr großes Interesse am Schutz der Belegschaft und an ungestörten Arbeitsabläufen«, sagt Dr. Matthias Leder, Hauptgeschäftsführer der IHK Gießen-Friedberg. Statt den Unternehmen einen weiteren Bürokratie-Ballast aufzubürden, gelte es, den Unternehmen mit schnellen behördlichen Unterstützungsmaßnahmen zu helfen. Daher lehnten 61 Prozent der IHK-Mitglieder eine behördliche Homeoffice-Verordnung ab .

Viele Mitarbeiter wünschen Präsenz

Mit Blick auf die Ablehnung einer behördlichen Anordnung zum mobilen Arbeiten verwiesen die Befragten zur Begründung auf die eigenen Schutzkonzepte im Unternehmen, die Arbeitsschutz-Verordnung sowie auf Gefährdungsanalysen. Die Umsetzung des Arbeitsschutzes erfolge analog zu den eigenen Analysen und Konzepten in Produktion und Verwaltung. Büros würden im IHK-Bezirk entweder als Einzelbüros oder wechselseitig genutzt.

Der Fokus liegt dabei im Kreis Gießen, in der Wetterau und im Vogelsbergkreis auf wechselseitig genutzten Büros: Knapp acht von zehn Beschäftigten arbeiten im Wechsel in den Büros. Durchgehend präsent sind lediglich 15 Prozent. Was ebenso eine Rolle spielt: Mobiles Arbeiten ist laut IHK in der Belegschaft oft nur bedingt gewünscht. Jeder zweite bevorzuge Präsenzarbeit. »Man muss die Mitarbeiter quasi dazu nötigen«, sagte ein Befragter. Der persönliche Kontakt im Büro werde, was verständlich sei, sehr geschätzt. Weitere Hindernissse für mobiles Arbeiten sind die digitale Vernetzung am Wohnort der Kollegen (29 Prozent) oder eine mangelhafte Hard- und Software (24 Prozent). Dass die Tätigkeit nicht andernorts ausgeübt werden kann, gaben 55 Prozent an. Schule von Zuhause nannte dagegen nur ein Befragter als Hindernisgrund. »Wenn eine mangelhafte Digitalisierung am Wohnort derart häufig mobiles Arbeiten verhindert, sollten sich doch die politischen Anstrengungen auf diesen Bereich fokussieren und die Missstände mit schnelleren Internetanbindungen zügig behoben werden«, fordert Rainer Schwarz, Präsident der IHK Gießen-Friedberg.

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