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Die Obstbäume und die erste Versteigerung

  • vonJohannes Weil
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Es ist ein ungewöhnlich früher Zeitpunkt: Die Gemeinde Hüttenberg hatte bereits am vergangenen Samstag zur Versteigerung der Ernte eines Teiles ihrer Streuobstwiesen eingeladen.

Rainer Bechthold, Mitarbei- ter der Gemeindeverwaltung, schlüpfte nach einer kurzen Begrüßung in die Rolle des Auktionators. Die brütende Hitze tat ihr Übriges. Zunächst informierte Bechthold beim Startpunkt am Schützenhaus über die Birnbäume in der Umgebung und warb für das Projekt der Baumpatenschaften, an dem sich die Gemeinde Hüttenberg beteiligt.

Dann wurden die Bäume von den interessierten Bürgern angeschaut. Im Gebiet "Wolfsgräben" oberhalb von Hochelheim warteten ein knappes Dutzend Bäume, die noch keinen Paten haben und deswegen versteigert werden konnten.

Versteigert wurde im Ein-EuroRhythmus, bis das letzte Gebot den Zuschlag erhält. Gezahlt wurde vor Ort. "Wer den Zuschlag erhalten hat, darf dann die Äpfel ernten, wenn er meint, dass sie reif sind." Ein gutes Dutzend Interessenten waren gekommen, darunter auch Familien mit Kindern. Viele von ihnen gehören zu den Stammgästen der Versteigerung.

Die meisten von ihnen wollen die Äpfel keltern und Apfelwein oder Saft daraus machen. Die Gelegenheit nutzt der Vorsitzende der Kelterfreunde Hüttenberg, Andreas Nickel, um auf das Angebot der Obstkelter in Hüttenberg-Volpertshausen hinzuweisen. Auch am zweiten Standort "In den Birken", wo für gewöhnlich der Waldtag stattfindet, brachte Bechthold die Bäume noch souverän an den Mann oder die Frau.jow/FOTO: JOW

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