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Ulrich Kater

Was tun bei niedrigen Zinsen?

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Gießen(pm). 200 geladene Kunden der Sparkasse Gießen hörten beim Sparkassen-Forum den Vortrag von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, zum Thema "Konjunktur - was bewegt uns? Wie verändert sich die Weltpolitik - USA/China, Brexit, Europa?". Begrüßt wurde Kater vom Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden Peter Wolf und der Stellvertretenden Vorsitzenen Ilona Roth. Beide bedankten sich bei Michael Kraft, dem Hausherrn des Autohauses Neils & Kraft, für die Nutzung der besonderen Location. In der Sparkasse war es aufgrund laufender Umbaumaßnahmen nicht möglich gewesen, die Veranstaltung durchzuführen.

Kater gab keinen Blick in die Glaskugel, sondern fundierte Einschätzungen und erläuterte mögliche Szenarien. Gleich zu Beginn seines Vortrags ging er auf das aktuell niedrige Zinsniveau ein. Noch nie habe es eine komplette Dekade mit Negativzinsen gegeben. Dies untermauerte er in seiner Präsentation mit einer Folie "Zins - ruhe in Frieden". Im Herbst 2018 habe es noch Hoffnung auf steigende Zinsen gegeben, aber das aktuelle Jahr habe die Hoffnung auf eine Zinswende zerstört. Auch der Blick in die Zukunft sei nicht vielversprechend. Bis 2025 sehe er keinen technischen Ausstieg aus dieser Zinslage. "Die langen Schatten der Finanzkrise wirken im Finanzwesen nach", so Kater.

Neben dem niedrigen Zinsniveau sei auch die Inflation zu berücksichtigen. Denn Sparer müssten sich bewusst sein, dass sie bei Nullzinsen auch Geld in Höhe der Inflation verlieren. Dennoch sprach Kater von "Oasen" im Wertpapierbereich, Anleihen in Unternehmen oder Aktien. Aber genau wegen der niedrigen Zinsen sei es wichtig, sich fortlaufend über die aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage zu informieren und mit Experten zu sprechen, wie man sein Geld anlegt. "Dafür sind unsere Beraterinnen und Berater da. Hier lautet das Zauberwort Diversifikation, um Chancen zu erhöhen und Risiken zu minimieren", warb Ilona Roth in ihrem Schlusswort. Foto: pm

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