Zeugnisübergabe mit Abstand: Beim Jagdverein Hubertus erhalten 32 Jungjäger ihre Zeugnisse. FOTO: PM
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Zeugnisübergabe mit Abstand: Beim Jagdverein Hubertus erhalten 32 Jungjäger ihre Zeugnisse. FOTO: PM

32 neue Jäger begrüßt

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Das Schießen beschloss die Jagdscheinprüfung. Vorausgegangen war für die Absolventen in zwei Ausbildungskursen intensives Üben und Lernen der vier Fachbereiche Wildtierkunde, Recht und Gesetze, Waffenhandhabung und Schießen sowie dem allgemeinen Jagdbetrieb.

Die Ausbilder des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung hatten die Jungjäger intensiv geschult und auf das "grüne Abitur" vorbereitet. Es umfasst eine schriftliche Prüfung, eine mündliche sowie das Schießen auf dem Schießstand auf Keiler, Bock, Fuchs und den Hasen.

Jetzt kommt die Praxis

Mit dem Prüfungszeugnis können sich die erfolgreichen Teilnehmer nun bei der Behörde ihren ersten Jagdschein ausstellen lassen. Im Kreise der Jägerprüfungskommission, den Ausbildern und dem Hubertus-Vorstand wurden die Prüflinge in den Kreis der Jägerschaft aufgenommen. Hans Lang, Vorsitzender der Prüfungskommission, überreichte mit den Kommissionsmitgliedern die Jägerzeugnisse. Er hatte für jeden der Prüflinge ein paar anerkennende Worte, mahnte aber auch zur waid- und tierschutzgerechten Jagd und zum respektvollen Umgang mit den Wildtieren. Die Jagdhornbläser des Vereins unter der Leitung von Ehrenmitglied Oswald Henzel begleiteten die Veranstaltung musikalisch.

Im Rahmen der Zeugnisübergabe wurde der Ausbildungsleiter Jürgen John nach 35 Jahren Ausbildungstätigkeit mit einem Präsent verabschiedet. Ihm folgt in der Ausbildungsleitung Karl-Heinz Kuchenbecker, der einen der beiden Kurse bereits erfolgreich durchgeführt hat, berichtete Hubertus-Chef Dieter Mackenrodt. Die Zeit der Ausbildung war coranabedingt nicht leicht. Es musste beispielsweise längere Zeit die Ausbildung ausgesetzt oder zu späterer Zeit im Freien durchgeführt werden. Auch die Abschlussveranstaltung mit Übergabe der Zeugnisse fand mit gebührendem Abstand im Freien auf dem Vereinsgelände statt. Die neuen Hubertus-Jungjäger konnten alle in Jagdreviere vermittelt werden.

Lang erinnerte die Zeugnisinhaber, dass sie noch keine fertigen Jäger seien. Jetzt beginne die praktische Ausbildung. Mackenrodt forderte die Jungjäger auf, in der Öffentlichkeit für das Waidwerk einzutreten. Das "grüne Abitur" sei dem Schulabitur mindestens gleichzusetzen und genieße in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Mit bestandener Jägerprüfung gehören sie "zu den am besten ausgebildeten Naturschützern im ehrenamtlichen Bereich", so Mackenrodt.

Die Jägerzeugnisse erhielten:

Andreas Adams, Steffen Schmidt (beide Buseck), Silvan Becker, Lukas Bender, Dr. Matthias Frisch, Katharina Möller, (alle Wettenberg), Sibylle Bergen (Allendorf/Lumda), Alexander Braschoss, Jana Agnes Kuhl, Christopher Sonntag, Jeanette Zeppenfeld (alle Gießen), Jan Ole Dircks (Hohenahr), Felix Eisenacher (Pohlheim), Michael Erb (Waldsolms), Antje Gerlach (Staufenberg), Philipp Gütlich (Lich), Svenja Regina Hartung (Hanau), Christopher Hoffmann, Nadine Szygulla, Björn Marschütz (alle Reiskirchen), Daniela Kleespieß, Melanie Kungl (beide Schöffengrund), Silvan Löbsack, Johannes Zawatka (beide Laubach), Alina Maier (Marburg), Dr. Andreas Mühe, Leon Pfeifer (beide Wetzlar), Olaf Orth (Saasen), Julia Sagrauske (Rabenau), Christian Scriba (Niederweimar), Christian Weber (Solms), Gerhard Weller-Plank (Biebertal).

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