Peter Neidel schaut in die Kamera, hinter ihm Wald
+
Peter Neidel

Landratswahl

Gießens Bürgermeister Neidel will Landrat werden

  • Rüdiger Soßdorf
    VonRüdiger Soßdorf
    schließen

Jetzt ist es raus: Der Gießener Bürgermeister Peter Neidel tritt für die CDU bei der Landratswahl im Kreis Gießen an. Der Heuchelheimer ist vom Kreisvorstand der Union nominiert worden.

Gießen –Vor wenigen Tagen postete Peter Neidel auf Facebook noch Fotos vom Kurzurlaub mit Gattin Hatice im Kleinwalsertal. »Mal ein bisschen die Beine vertreten«, kommentierte er den Ausflug in den Süden. In den kommenden Wochen dürfte die Zeit für derlei Unternehmungen überaus limitiert sein: Am gestrigen Freitagabend ist der 51-Jährige zum Herausforderer von Landrätin Anita Schneider ausgerufen worden. Der Kreisvorstand der CDU hat sich für den Juristen aus Heuchelheim als Kandidat bei der Landratswahl ausgesprochen. Für den 25. Juni hat die CDU einen Kreisparteitag anberaumt, um die Kandidatur formal auf den Weg zu bringen.

Landratswahl im Kreis Gießen: Rätselraten hat ein Ende

CDU-Kreisvorsitzender Helge Braun nennt Peter Neidel den »idealen Landratskandidaten für uns«. Er kommt aus dem Kreis und hat hauptamtliche Politikerfahrung als Bürgermeister in der Stadt Gießen. Damit verbinde er »Stadt und Land« in vorbildlicher Weise. Mit seiner herzlichen Art, seiner Sachkompetenz als Richter und seiner Verwaltungserfahrung als Bürgermeister sei er das ideale Verwaltungsoberhaupt für den Landkreis Gießen. Er werde gemeinsam mit der neuen Kreiskoalition von CDU, Grünen und Freien Wählern das ehrgeizige Zukunftskonzept für den Landkreis Gießen umsetzen.

Neidel kündigt an, den politischen Neustart im Landkreis maßgeblich mitgestalten und den Kreis modern, bürgerfreundlich und nachhaltig weiterentwickeln zu wollen. Digitalisierung, Umwelt- und Klimaschutz und wirtschaftliche Stärkung des Kreises seien die großen Ziele. »Ich möchte als Landrat dazu beitragen, unseren Landkreis lebens- und liebenswert zu gestalten. Unser Landkreis kann mehr!«

Damit hat das Rätselraten der vergangenen Wochen ein Ende. Unstrittig war: Die CDU tritt bei der Landratswahl an. Nur mit wem? Schon früh war der junge Spitzenkandidat bei der Kreistagswahl, Christopher Lipp aus Langgöns, als einer der Favoriten gehandelt worden. Doch er hatte nach dem Wahlsieg der CDU erst einmal den Fraktionsvorsitz übernommen und ist als hauptamtlicher Erster Beigeordneter gesetzt. Aus dieser Rolle heraus hätte er die Landratskandidatur on top übernehmen können - aber nicht zwingend müssen. Und hat dies auch abgelehnt.

Ergo blieb Peter Neidel als einer der aussichtsreichen Bewerber. Oder ein anderer aus der »jungen Garde« der CDU. Nun also die Aufgabenteilung: Frederik Bouffier in der Stadt, Neidel im Kreis.

Gießener Landratskandidat lebt in Heuchelheim

Der Vater dreier Kinder lebt mit seiner Familie in Heuchelheim. Bevor er als Dezernent und Bürgermeister ins politische Hauptamt in der Stadt Gießen wechselte, war Neidel Vorsitzender Richter der Jugendstrafkammer am Gießener Landgericht. Kommunalpolitisch engagiert er sich seit 2009. 2011 wurde er Mitglied der Gemeindevertretung Heuchelheim und dort sogleich Vorsitzender des Gremiums.

Die Landratswahl findet am 26. September zeitgleich mit der Bundestagswahl statt. Es ist eine Direktwahl durch die Bürger.

Drei Bewerber

Bislang gibt es drei Bewerber: Amtsinhaberin Anita Schneider ist am gestrigen Freitag von einem Parteitag der SPD zur Kandidatin gekürt worden. Die Grünen setzen auf Kerstin Gromes und die CDU auf Neidel. Bis zum 19. Juli haben weitere Interessenten die Möglichkeit, sich zu melden. FOTO: PM

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare