Inzidenz zwar unter 200

Nächtliche Ausgangssperre gilt dennoch

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Gießen (pm). Im Landkreis Gießen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch den sechsten Tag in Folge unter der 200er Marke. Nach 185,1 am Vortag betrug der Wert gestern 164,8. Dennoch gilt die nächtliche Ausgangssperre auch weiterhin. Das erklärte die Pressestelle des Kreises.

Der Verwaltungsstab werde am heutigen Donnerstag wieder zusammentreten und mit Blick auf die Infektionslage prüfen, welche Schritte notwendig seien, heißt es weiter.

Es sei nach wie vor erforderlich, Befunde zu berücksichtigen, die wegen der Ostertage ausstehen. So seien über Ostern weniger Laborauswertungen vorgenommen worden. Dies kann dazu führen, dass Inzidenzen sinken - obwohl tatsächlich die Zahl der Neuinfektionen nicht rückläufig ist. Diese Erfahrung hatte der Kreis auch während der ersten Ausgangssperre über Weihnachten gemacht.

»Es besteht kein verpflichtender Automatismus, die geltende Allgemeinverfügung, die die nächtliche Ausgangssperre beinhaltet, sofort zurückzunehmen, sobald die Sieben-Tage-Inzidenz unter 200 sinkt«, erklärte Pressesprecher Dirk Wingender.

Keine Anhaltspunkte für Entspannung

Viel mehr seien auch weitere Kriterien der Infektionslage wie beispielsweise die Situation in den Krankenhäusern zu berücksichtigen, die eine deutlich höhere Belegung der Intensivbetten und längere Belegungsdauer verzeichnen. Das Gesundheitsamt, so schreibt der Kreis, habe derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die Infektionslage im Landkreis entspannt.

Der Landkreis Gießen ist einer von mehreren Landkreisen in Hessen, die mittlerweile eine nächtliche Ausgangssperre zur Einschränkung von Kontakten verfügt haben. Der Landkreis Groß-Gerau setzte die Ausgangssperre bereits vorsorglich bei einer Inzidenz von 170 in Kraft.

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