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Glückwunsch per Ellbogen-Check: Sozialdemokrat Ralf Volgmann (Mitte) wird neuer Erster Beigeordneter und damit Stellvertreter des Bürgermeisters. Hans Peter Steckbauer (rechts) ist alter und neuer Parlamentsvorsteher. Links Bürgermeister Brunner. Unter den Zuschauern zwei weitere Bürgermeisterkandidaten: Marc Nees und Andreas Heuser.

Nächster Halt: Bürgermeisterwahl

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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In der Gemeindevertretung von Wettenberg haben sich die Mehrheitsverhältnisse etwas verschoben. Bei der konstituierenden Sitzung am Donnerstag war davon aber nicht viel zu spüren. Erste Personalfragen wurden geklärt und der 26. September als Termin für die Bürgermeisterwahl beschlossen.

Die Wettenberger Politik ist wieder handlungs- und arbeitsfähig. Am Donnerstag hat sich die am 14. März neu gewählte Gemeindevertretung zu ihrer ersten Sitzung getroffen und sogleich eine wichtige Entscheidung zur Bürgermeisterwahl getroffen: Der Wahltermin ist auf den 26. September festgelegt worden, also zeitgleich mit der Bundestagswahl. Eine Stichwahl, angesichts von derzeit schon vier Bewerbern durchaus im Bereich des Möglichen, soll bei Bedarf am 24. Oktober stattfinden.

Die Entscheidung fiel einstimmig und ohne weitere Diskussion. Im Februar noch war von den Gemeindevertretern um den Termin gestritten worden: Seinerzeit hatten die Sozialdemokraten den 6. September präferiert, die CDU damals schon das Zusammenlegen mit der Bundestagswahl.

Der Sozialdemokrat Thomas Brunner tritt nach zwölf Jahren nicht mehr an. Seine zweite Amtszeit endet am 31. Januar 2022. Bislang bewerben sich Ralf Volgmann (SPD), Andreas Heuser (CDU), Marc Nees und Philipp Nickel (beide unabhängig).

Vor der Entscheidung über den Wahltermin hatte die Gemeindevertretung einige Personalien zu klären: Unter Leitung des an Jahren ältesten Gemeindevertreters Hans Richard Wegener (Jahrgang 1946) wählten die Gemeindevertreter aus ihrer Mitte einen neuen Vorsitzenden. Das Vorschlagsrecht lag bei der stärksten Fraktion, der SPD. Sie nominierte Hans Peter Steckbauer; seine erneute Wahl ins höchste Amt in der Gemeinde erfolgte einstimmig. Stellvertreter des Vorsitzenden sind Johann Gottfried Hecker (CDU), Corinna Vahrenkamp (Grüne), Julia Trampisch (FW) und Martin Ballmeier (FDP). Damit dieser als vierter Stellvertreter das Amt annehmen kann, wird die Hauptsatzung der Gemeinde zeitnah geändert.

Zudem hatten sich die Fraktionen im Vorfeld auf eine gemeinsame Liste zur Wahl der ehrenamtlichen Beigeordneten verständigt: Neuer Erster Beigeordneter wird Ralf Volgmann (SPD). Er löst auf dieser Position als Bürgermeister-Stellvertreter Reinhard Bamberger ab. Das Signal, das die Sozialdemokraten damit senden wollen: Volgmann gilt für sie als der gesetzte Nachfolger von Brunner.

Die weiteren ehrenamtlichen Beigeordneten sind Reinhard Bamberger (SPD), Gerhard Kunkel (SPD), Günter Hofmann (CDU), Sven Müller (CDU), Karl Fiedler (FW) Volker Cloos (FW) sowie Dietrich Schulze-Horn und Eberhard Werner (beide Grüne).

Aus dem Gemeindevorstand verabschiedet wurden Jürgen Kraft, Regina Schwalb-Gwosc (beide SPD), Christoph Maitzen und Renate Dysli (beide CDU) sowie Inge Heim (Grüne), Irene Mogk (FW) und Werner Trampisch (FW). Trampisch und Dysli haben künftig ihre Plätze in der Gemeindevertretung; Sven Hofmann und Hans Karpenstein rücken in die SPD-Fraktion nach.

Veränderungen gibt es bei den Fachausschüssen, die die Gemeindevertretung bildet. Künftig wird es nur noch fünf (statt bislang sechs) Ausschüsse geben. Zwingend vorgeschrieben ist ein Haupt- und Finanzausschuss. Zudem wird es einen Ausschuss für Klima, Umwelt und Energie geben, einen Ausschuss für Soziales sowie einen Ausschuss für Kultur, Sport und Partnerschaften. Sie alle werden sieben Mitglieder haben. Neu zugeschnitten wird der Ausschuss für Infrastruktur, Gemeindeentwicklung, Bauen, Planen und Verkehr. Er wird aufgrund seiner Aufgabenfülle künftig neun Mitglieder zählen. Die Ausschüsse werden sich in den kommenden Tagen zu ihren ersten Sitzungen treffen und Vorsitzende aus ihrer Mitte bestimmen. Wann das sein wird, hängt davon ab, wie schnell die Fraktionen ihre Ausschussmitglieder benennen.

Die nächste Sitzung der Gemeindevertretung ist bereits auf den 6. Mai terminiert: Es wird die erste “echte Arbeitssitzung„ der neuen Wahlperiode.

“Sie sind in der glücklichen Situation, Gemeindevertreter in einer Gemeinde zu sein, die Handlungsspielräume hat„, hatte Bürgermeister Thomas Brunner zu Beginn der konstituierenden Sitzung die alten und neuen Mandatsträger begrüßt. Und er bat sie, nicht nur in Wahlperioden zu denken, sondern auch die langen Entwicklungslinien im Blick zu haben. Deshalb auch die Arbeit an dem Masterplan Wettenberg 2040, der in den vergangenen Monaten auf den Weg gebracht wurde.

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