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Die Nachfrage nach Apfelsaftkartons in der Gießener Kreisverwaltung war groß.

Nachhaltige Obstverwertung

  • Vonred Redaktion
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Gießen (pm). Die Landschaftspflegevereinigung Gießen (LPV) hat 270 Liter selbst gekelterten Saft von den Äpfeln des Streuobstgebiets »Hohl« in Reiskirchen an das Personal der Kreisverwaltung verkauft. Auf den Streuobstwiesen im Landkreis reifen jedes Jahr Äpfel heran, die oft nicht geerntet und verwertet werden und daher ungenutzt vom Baum fallen. Dies möchte die LPV mit dem Projekt »Naturschutz-Apfelsaft« verhindern.

»Gerne unterstützen wir das Projekt hier in der Kreisverwaltung«, sagte Umweltdezernent Christian Zuckermann. So könne nachhaltig die Obstverwertung der Streuobstwiesen gefördert werden.

In Abstimmung mit der Kreisverwaltung und deren Unterer Naturschutzbehörde engagiert sich die LPV als gemeinnütziger Verein für den Naturschutz und die Landschaftspflege im Landkreis. Hierbei ist die Erhaltung und Pflege von bedrohten Streuobstbeständen seit mehreren Jahren ein Schwerpunkt der Arbeit. »Streuobstwiesen sind Hotspots der Biodiversität«, erklärt Katharina Habenicht, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde. »Durch das Wirken der LPV in eigenen Beständen im Kreisgebiet werden die Bestände gepflegt, durch Nachpflanzungen verjüngt, und dadurch in ihrem Fortbestand erhalten.«

Die Streuobstwiesen der Gemeinde Reiskirchen liegen innerhalb eines sogenannten FFH-Gebietes. FFH-Gebiete - die Abkürzung steht für Flora-Fauna-Habitat - sind europäische Schutzgebiete für Natur und Landschaft, die den Artenschwund stoppen und die Vernetzung verschiedener Lebensräume erhalten sollen. Im Streuobstgebiet »Hohl« hat die LPV die Verwertung des Obstes sowie die Betreuung der Bäume übernommen. Das Obst sei daher, wenn auch ohne Zertifikat, vergleichbar mit Bio-Qualität, erklärt Fabian Zech (LPV).

Der naturbelassene Apfelsaft wird vorgefiltert und bei 78 Grad vitaminschonend pasteurisiert. Die Folienbeutel der Saftpacks sind ohne Weichmacher produziert und können über den Gelben Sack entsorgt werden. Die Saftboxen aus Pappe können zurückgegeben und im Folgejahr wieder für den Transport der Folienbeutel eingesetzt werden.

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