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Die Show- und Marschband des Musikcorps Großen-Linden.

Musikshow der Superlative

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Feuersäulen, drei Stunden Programm, hunderte Musiker und tausende Besucher - so feierte das Musikkorps Großen-Linden seinen 25. Geburtstag.

So etwas hat es weder in den mittlerweile 25 Jahren des Musikkorps Großen-Linden als eigenständiger Verein noch in den 66 Jahren Feuerwehrmusikgeschichte in Linden gegeben: Das "Festival der Musik - Das Tattoo in Mittelhessen" sprengte am Samstagabend alle Dimensionen. Die Karten waren komplett ausverkauft, die Ränge der Rittal-Arena in Wetzlar voll besetzt. Insgesamt sieben Show- und Marschbands waren der Einladung gefolgt und feierten zusammen mit den Gastgebern eine Show, die gefühlt nur aus Höhepunkten bestand. Durch das Programm führte der Ehrenvorsitzende des Musikkorps Großen-Linden Werner Rauber-Wagner.

Einige der erfolgreichsten Show- und Marschbands aus ganz Europa fanden sich in Wetzlar ein, um den Zuschauern eine Show zu bieten, die keiner so schnell vergessen dürfte: Ein musikalischer Hit folgte dem nächsten, Ohrwürmer dürften den meisten Besuchern wohl nicht erspart geblieben sein. Und so mancher wunderte sich dann auch nach dem Ende des Festivals: "Was, das waren jetzt schon drei Stunden?".

Und wer denkt, dass drei Stunden Marschmusik kaum Abwechslung bieten würden, der lag falsch: "Der Wechsel der Stile, dass ist es, was ein Tattoo einfach aus macht", erklärte Rauber-Wagner.

Die Show- und Marschband aus Großen- Linden präsentierte ihre aktuelle Show "Olympia": Eine musikalische und choreografische Umsetzung der Olympischen Spiele in Showform. Vom Einzug über die Entzündung des olympischen Feuers mit Feuersäulen bis hin zum "Zieleinlauf" der Olympioniken und der Pokalverleihung eine Show, die man gesehen haben sollte.

Und als sich dann zur abschließenden Nationalhymne alle Besucher von ihren Plätzen erhoben und mit einstimmten, waren auch die Musiker selbst ergriffen: "Der zweitschönste Moment unserer Show ist immer, wenn die deutsche Nationalhymne weitergesungen wird", meinte Werner Rauber-Wagner daraufhin.

Aber die Großen-Lindener unter der Leitung von Alexander Mehl waren nicht die einzige heimische Formation, die in der Wetzlarer Arena eine Sternstunde hatte: Ein weiteres Orchester formierte sich aus dem Kreisfeuerwehrverband. Der Musikverein Reiskirchen, der Spielmannszug Allendorf/Lumda und die Spielleute der Busecker Schlossremise taten sich für das Festival zusammen. So machten die rund 100 Musiker unter Leitung von Christoph Aßmann sogleich den Auftakt zum musikalischen Abend mit einer Auswahl eher klassischer Stücke der Feuerwehrmusik.

Dass das Musikkorps Großen-Linden in den vergangenen Jahrzehnten viele Freunde im musikalischen Bereich gefunden hat, zweigten auch die übrigen Formationen: Die Showband "Takostu Stiens" aus den Niederlanden ist der amtierende Weltmeister im Bereich "Marschparade". Die Musiker nahmen eine rund 450 Kilometer weite Anreise auf sich, um mit den Großen-Lindenern zu musizieren.

Die Wurzeln der "Fanfara Bersaglieri Colombo di Lecco" liegen dagegen bei den italienischen Gebirgsjägern. Ihr Auftritt unterschied sich von den übrigen Formationen vor allem im deutlich höheren Tempo: Wie oft sieht man schon Blasmusik im Laufschritt? Die Italiener legten für ihre Anreise rund 700 Kilometer vom Comer See zurück.

Außerdem mit dabei noch die Show- und Marchingband "Kunst en Genoegen Leiden" aus der Provinz Südholland und die "Fascinating Drums" aus dem westfälischen Lippstadt, Das schottische Element trugen die Massed Pipes & Drums bei, bestehend aus der United Highland und den Hohenlohe Highlanders.

Alles in allem ein langer und erfolgreicher Abend, der wohl jedem Beteiligten und den Zuschauern in guter Erinnerung bleiben wird.

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