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Mord mit Mischke zur Mittagszeit

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Treibt ein altmodischer Heiratsschwindler sein Unwesen in Hannover? Der Verdacht kommt Hauptkommissar Bodo Völxen schnell, als ihm seine Sekretärin Edeltraut Cebulla vom Verschwinden ihres Partners erzählt und um Hilfe bittet. Eigentlich kein Fall für die Mordkommission, aber das Team hilft der Kollegin und wird im Verlauf der Ermittlungen mit zwei Toten konfrontiert.

Im Rahmen des Gießener Krimi-Festivals las Susanne Mischke am Sonntagmorgen im Kino in Grünberg aus ihrem achten Band der Hannover- und Völxen-Reihe "Zärtlich ist der Tod". Eingangs klärt sie auch die etwa 80 Zuhörer auf, warum es sich um einen altmodischen Heiratsschwindler handelt: "Der sucht seine Kontakte noch über eine Zeitungsanzeige, nicht über Plattformen im Internet." Johanna Lang vom Tourismusbüro Grünberg übernahm die Begrüßung.

Rund eine Stunde tauche n die Zuhörer dann in die Handlung ein, in der Hauptkommissar Völxen von seiner Sekretärin erfährt, dass ihr Lebenspartner Viktor Füssli verschwunden ist. Für Brisanz sorgt die Tatsache, dass sie ihm gutgläubig 40 000 Euro überlassen hat. Mit einer Fake-Website hat ihr jener Viktor vorgegaukelt, den Betrag von seinem Schweizer Bankkonto an sie angewiesen zu haben. Füssli wollte Cebulla für ein verlängertes Wochenende in Heiligendamm abholen. Nun, am 30. April, einem Brückentag vor dem 1. Mai, nehmen Völxen und sein Team Ermittlungen auf, die eigentlich nicht in dieses Kommissariat gehören.

Eine verhängnisvolle Affäre

Zunächst denkt der Chef an die Männer, die sich beim Beenden einer Beziehung als Feiglinge entpuppen. Doch dem Realisten kommen die Umstände verdächtig vor, zumal Füssli vorgegaukelt hatte, das Geld für eine Weinlieferung zu benötigen und der Spediteur Bargeld sehen wolle, sonst lande diese in einer Konkursmasse. Eine Polizistin will eine fingierte Kontaktanzeige aufgeben, um den Schwindler in die Falle zu locken. Derweil wird in der Südstadt von Hannover die Leiche der Cellistin Elisa Pirlo gefunden, die mit einem Messerstich ermordet wurde. Zu Verwicklungen kommt es, als ein erstes Treffen auf die Kontaktanzeige zustande kommt. Das Polizeiteam bezieht Stellung in einem Lokal. Doch der Mann, der das Erkennungszeichen in der Tasche trägt, ist der langjährige Leiter der Rechtsmedizin. Die Ermittlungen kommen nicht recht voran, als nach ein paar Tagen eine zweite Leiche unweit einer Autobahnraststätte gefunden wird. Handelt es sich dabei um Viktor Füssli? Besteht eine Verbindung zwischen den beiden Fällen? "Die Morde werden natürlich aufgeklärt, aber nicht im Rahmen der Lesung", gab Susanne Mischke augenzwinkernd bekannt.

Die Autorin wurde in Kempten im Allgäu geboren; heute lebt sie in der Wedemark bei Hannover. Sie schreibt seit mehr als 20 Jahren Romane. Die Bücher "Mordskind" und "Die Eisheilige" wurden vom ZDF verfilmt. Ausgezeichnet wurde Mischke mit dem Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis für Literatur und der "Agathe", dem Frauenkrimipreis der Stadt Wiesbaden. (fp/Foto: fp)

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