Mobile Impfteams sollen bleiben

  • Rüdiger Soßdorf
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Gießen (so). Wenn voraussichtlich am 30. September das Impfzentrum für den Landkreis und die Stadt Gießen in Heuchelheim vom Land geschlossen wird, dann soll trotzdem ein Impfangebot sichergestellt sein, damit die Impfkampagne fortgesetzt werden kann.

In der Sache sind sich alle Fraktionen im Kreistag einig. Nicht aber über den Weg. Die Koalition von CDU, Grünen und Freien Wählern möchte ein Konzept für ein weiteres Impfangebot erarbeitet sehen, und zwar unter enger Einbindung der heimischen Ärzte. Dies auch vor dem Hintergrund, dass weiter notwendige Impfungen wie etwa Dritt-Impfungen beispielsweise in Alten- und Pflegeheimen sichergestellt sind. Gesetzt wird unter anderem wie bislang schon auf mobile Impfteams.

Wünschenswert, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Breidenbach, ist eine Impf-Koordination mit den niedergelassenen Ärzten, Betriebsärzten und Privatärzten. Die Ärzte sollen unterstützt werden, wenn sie weitere Aufgaben vom Impfzentrum übernehmen. Zudem soll mit dem Land geklärt werden, was zu tun ist, um das Impfzentrum im Bedarfsfall möglichst schnell wieder zu aktivieren.

SPD lehnt Initiative der Koalition ab

Landrätin Anita Schneider (SPD) hatte das Thema bereits vor Wochenfrist im Hauptausschuss angesprochen und dargelegt, an welchen Punkten sich der Landkreis bereits auf den Weg begeben hat. So ist sie im Dialog mit dem Vermieter der Räume, in denen das Impfzentrum untergebracht ist, dem Möbelhaus Roller. Zum einen geht es darum, den Mietvertrag zu verlängern. Zum anderen aber auch verkürzte Kündigungsfristen zu bekommen. Des Weiteren laufen Gespräche mit dem Roten Kreuz und den Johannitern. Diese beiden Partner organisieren das Impfen im Zentrum ebenso wie die mobilen Angebote. Klar ist für Schneider: Der Landkreis soll die mobilen Impfteams aufrechterhalten. Dazu sind Ärzte kontaktiert worden, um sie zur Mitarbeit in den mobilen Impfteams zu gewinnen. Angesichts dieser Aktivitäten hält die SPD die Koalitions-Initiative für überflüssig, hat diese abgelehnt.

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