Mittelhessen ist von Tief „Bernd“ trotz Wetterwarnungen verschont geblieben.
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Mittelhessen ist von Tief „Bernd“ trotz Wetterwarnungen verschont geblieben.

Prognose

Unwetterwarnungen für Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill aufgehoben

  • Alexander Gottschalk
    VonAlexander Gottschalk
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Während im Westen Deutschlands die Verwüstung immens ist, ist Mittelhessen dem Unwetter trotz hoher Warnstufe entgangen.

Update vom Donnerstag, 15.07.2021, 12.17 Uhr: Das Unwetter ist an Mittelhessen vorbeigezogen. Während benachbarte Regionen, wie Siegen-Wittgenstein, teils schwer von den heftigen Regenfällen, die Tief „Bernd“ brachte, getroffen wurden, blieb es im Lahn-Dill-Kreis und in Marburg-Biedenkopf ruhig. Die Unwetterwarnungen, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorsichtshalber ausgesprochen hatte, und die bis zum heutigen Donnerstagmorgen (15.07.2021) galten, sind inzwischen aufgehoben. Die DWD-Warnkarte ist statt rot komplett grün eingefärbt. Heute soll es überwiegend trocken bleiben bei Temperaturen knapp über 20 Grad.

Unwettergefahr! DWD-Warnstufe rot bei Marburg und Wetzlar

Erstmeldung vom Mittwoch, 14.07.2021, 10.17 Uhr: Gießen/Marburg/Wetzlar – Auf Mittelhessen rollt ein Unwetter zu. Davon geht der Deutsche Wetterdienst (DWD) gemäß seiner jüngsten Wetterprognosen aus. Für den Lahn-Dill-Kreis und den Landkreis Marburg-Biedenkopf gilt demnach bis zunächst Donnerstagmorgen (15.07.2021) die Warnstufe rot. Das ist die dritte von vier amtlichen Warnstufen. Der DWD weist mit ihr auf Unwettergefahr hin. Rund um Wetzlar und Marburg sei in den kommenden 24 Stunden mit „ergiebigem Dauerregen“ zu rechnen. Im Kreis Gießen ist derweil noch alles im grünen Bereich: Eine offizielle Wetterwarnung besteht zurzeit (Stand: 14.07.2021, 10 Uhr) nicht. In anderen hessischen Regionen wird das Wetter aber ebenfalls ungemütlich.

Wetter in Mittelhessen: Tiefdruckgebiet bringt ergiebige Regenfälle bei Marburg und Wetzlar

Verantwortlich für die Unwetterwarnungen in Mittelhessen ist ein Tiefdruckgebiet, das von Frankreich aus über Mitteleuropa zieht und teils „gewittrigen, unwetterartigen Starkregen“ im Gepäck hat, wie der DWD schreibt. Die Meteorologen erwarten für die Warngebiete Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf zwischen 60 und 90 l/m² Niederschlag. Gebietsweise können die Regenmengen sogar noch größer ausfallen. Kommen die heftigen Regenfälle, drohen vollgelaufene Keller. Der DWD warnt, dass Hochwasser an kleineren Gewässern sowie überflutete Straße möglich sind. Auch Erdrutschgefahr bestehe. Die Empfehlung: „Schließen Sie alle Fenster und Türen!“ Gleichzeitig soll es aber zunächst vergleichsweise warm bleiben, bei Höchsttemperaturen über 20 Grad. (ag)

Die bislang letzten Wetterwarnungen für Marburg, Wetzlar und Gießen sind erst rund zwei Wochen her. Sie erwiesen sich im Nachhinein als berechtigt: Vor allem in Wetzlar, aber auch im nahen Wetteraukreis hatten die Feuerwehren alle Hände voll zu tun.

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