Mitreden über das Radverkehrskonzept

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Gießen(pm). Welche Alltagserfahrungen gibt es rund ums Radfahren im Landkreis Gießen? Wo gibt es holperige Wege oder gefährliche Begegnungen mit Autos? Wo fehlen Fahrradständer? Wo könnte der Ausbau eines Feldwegs die ideale Verbindung zum Nachbarort sein? Meinungen, Ideen, Kritik und Anregungen sind gefragt: Der Landkreis Gießen lädt alle Interessierten zu einer Reihe von Informations- und Dialogveranstaltungen zum neuen Radverkehrskonzept ein. "Wer mit dem Rad regelmäßig zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen fährt, weiß am besten Bescheid über die Bedingungen vor Ort", sagt Landrätin Anita Schneider. "Genau darüber möchten wir mehr erfahren und laden zum Gespräch ein."

Das Radverkehrskonzept umfasst keine festen Pläne für den Radwegebau. Es zeigt, wie derzeit die Radverkehrsinfrastruktur aussieht, wo Ausbau und neue Routen Sinn machen. "Das Konzept ist nicht starr, sondern kann fortgeschrieben werden", erklärt Schneider. "Es kann Trägern wie den Kommunen und dem Land, aber auch dem Landkreis als Grundlage für Ausbauplanungen dienen, die Mitfinanzierung von Lückenschlüssen und den Neubau von Radwegen erleichtern."

1000 Kilometer untersucht

Der Landkreis Gießen hat das Konzept gemeinsam mit den Kommunen erarbeitet. Das Fachbüro HS Ingenieure hat im Auftrag mehr als 1000 Kilometer Radwegestrecken untersucht und Prioritäten aufgelistet. Beteiligt war daran auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Gießen. Bereits seit Ende August können Interessierte das Konzept im Internet unter www.lkgi.deeinsehen und per Mail an radverkehrskonzept@lkgi.deRückmeldungen geben.

In Kürze werden die Planer das Konzept während vier Dialogveranstaltungen vor Ort vorstellen: Die Termine sind - jeweils von 18 bis 22 Uhr - am 30. September in der Sport- und Kulturhalle Laubach für den Teilraum Ost des Landkreises, am 1. Oktober in der Stadthalle Staufenberg für den Teilraum Nord, am 2. Oktober im Bürgerhaus Rodheim für den Teilraum West und am 5. Oktober in der Volkshalle Watzenborn-Steinberg für den Teilraum Süd. Die Fachplaner stellen dabei jeweils die Situation in den Kommunen der Teilräume dar. Anregungen werden aufgenommen und fachlich bewertet, bevor am 22. Oktober der Kreistagsausschuss für Infrastruktur, Umwelt und Energie über das so ergänzte Konzept berät.

Wegen der Corona-Pandemie werden die Infoveranstaltungen unter Hygienevorkehrungen stattfinden. Wer teilnehmen möchte, wird gebeten, sich vorher per Mail an h.schreiber@lkgi.deanzumelden. Während der Veranstaltungen ist es nötig, eine Maske zu tragen. Sollten sich mehr Personen anmelden als Plätze zur Verfügung stehen, entscheidet das Los über die Teilnahme.

Wer vorab oder nach den Veranstaltungen ins Radverkehrskonzept schauen möchte, kann das weiterhin online auf www.lkgi.detun. Online-Rückmeldungen sind möglich bis zum Ende der Vor-Ort-Termine am 6. Oktober.

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