Das Publikum kann kommen: Das Holz- und Technikmuseum in Wißmar wird am Pfingstsonntag wieder eröffnet. Marion Rentrop (r.) und Antonia Hildebrand sorgen nicht nur mit Besen für die nötige Sauberkeit. FOTO: GECK
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Das Publikum kann kommen: Das Holz- und Technikmuseum in Wißmar wird am Pfingstsonntag wieder eröffnet. Marion Rentrop (r.) und Antonia Hildebrand sorgen nicht nur mit Besen für die nötige Sauberkeit. FOTO: GECK

Mitmachen wieder erlaubt

  • Alexander Geck
    vonAlexander Geck
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Das Holz- und Technik- museum in Wißmar wird an Pfingsten wieder öffnen. Kein ganz leichtes Unterfangen, denn es ist wie etwa das Mathematikum in Gießen ein Mitmachmuseum, ein Erlebnishaus. Da gilt es, einiges zu beachten.

Rund drei Wochen ist es her, dass der Vorstand des Freundeskreises des Holz- und Technikmuseums (HTM) beschloss, angesichts der Corona-Lockerungen das Museum wieder zu öffnen. An Pfingsten ist es nun so weit.

Betriebsleiterin Marion Rentrop und Antonia Hildebrand, die ein Freiwilliges öffentliches Jahr im HTM absolviert, sind dabei, die geforderten Auflagen zu erfüllen. "Da vieles im HTM zum regelrechten Anfassen ist, wird sich auf das Wesentliche konzentriert", sagt Rentrop beim Ortstermin. Manche Sachen würden herausgenommen; eine Spielecke beispielsweise sei schon zugemacht, damit Besucher mehr Platz haben. Auch das beliebte Aufblasen von Luftballons mit der CO2-Maschine werde nicht möglich sein. An den einzelnen Stationen wie etwa dem Nagelblock oder den Mikroskopen werde Desinfektionsmittel vorgehalten. Man achte darauf, alle Flächen sauber zu halten.

Seit Mitte März war das HTM geschlossen. Nun werden die Vorgaben nach und nach in Abstimmung mit dem Hessischen Museumsverband detailliert umgesetzt. Zunächst ist das Museum nur für Einzelpersonen und Familien geöffnet. Gruppenbesuche und Kindergeburtstage wird es vorerst nicht geben: Man rechne zu Pfingsten nicht mit einem großen Ansturm, zeigt sich Rentrop verhalten optimistisch.

Sie wird am Sonntag die Besucher empfangen und diese zu Beginn auf die Verhaltensregeln hinweisen. Mundschutz ist Pflicht, Handschuhe gibt es auf Wunsch. Das Bistro bleibt vorerst geschlossen. Es gibt lediglich Kaltgetränke in Flaschen.

Auch die Woche über sorgt Rentrop zusammen mit Hildebrand für den reibungslosen Betrieb. Geöffnet ist das Museum auch dienstags und donnerstags für Besucher. Nach und nach werden an den Wochenenden auch wieder ehrenamtliche Helfer im Einsatz sein, die zunächst im Umgang mit den Corona-Regeln geschult werden.

Gut zwei Monate des Stillstands sind nun vorbei. Die Zeit wurde kreativ genutzt. Hildebrand, die seit September im HTM mit anpackt, erneuerte etwa Exponate und bereitete die nächsten Führungen vor, auch wenn noch nicht abzusehen ist, wann diese wieder möglich sind. "Es ist alles ein bisschen anders", kommentiert sie die Zwangspause. Beide jedenfalls vermissen ihr Publikum und das Spielen von Liedern auf der alten Orgel im Foyer, auf der sich Interessierte versuchen können.

Maximal 35 Besucher dürfen sich gleichzeitig im Museum aufhalten. Der Rundgang durch die Abteilungen Forst, Dampfmaschine, Sägewerk und Zimmerei, Schreinerei und Energie ist bis ins Detail durchdacht. Es gibt zudem einen separaten Ausgang. Auch der Biergarten ist geöffnet. Genutzt werden können auch die beliebten Seilbahnen auf dem Außengelände.

Mit Einschränkungen kann also ab Sonntag von 11 bis 17 Uhr Natur, Holz und Technik hautnah erlebt werden. "Wir freuen uns auf jeden Besucher - auch wenn es nur drei sind", gesteht Rentrop. Es werden mit Sicherheit mehr werden.

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