Miststreuer, Ausgangssperre und das Vorbild der Omas am Fenster

  • vonPatrick Dehnhardt
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Im Moment tauchen viele englische Begriffe in der Nachrichtenwelt auf: Vom Lockdown über Superspreader bis Social Distancing.

Wenn man diese Begriffe mal unbedarft in die Übersetzungssoftware von Google eingibt, hat man neue Erkenntnisse: Bei "Superspreader" hat das System keine Lust auf eine Übersetzung. Beim Wort "Spreader" allein schlägt es Spreizer, Spachtel, Messer oder Stallmiststreuer vor. Beim letzten Übersetzungsvorschlag hat man als Kind vom Land sofort ein sehr plastisches Bild vor Augen.

"Lockdown" übersetzt das Programm knallhart mit "Ausgangssperre". Und "Social Distancing"? Soziale Distanzierung. Da ist man auch nicht schlauer. Fragt man dazu Wikipedia, kommt man zu der Erkenntnis, dass Soziologen damit das unterschiedliche Verhalten zweier Personen zueinander beschreiben. Sich merkwürdig verhalten dürfte allerdings auch nichts gegen das Virus helfen.

Vielleicht sollten die Politiker lieber dazu raten, sich so zu verhalten, wie es die Omas auf dem Lande seit Jahrhunderten pflegen: Da wird sich von Fenster zu Fenster quer über die Gasse unterhalten. Hygiene- und abstandstechnisch top!pad

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