tb_bg2_240921_4c
+
Rund 850 000 Euro hat die Baugenossenschaft Laubach/Grünberg im Vorjahr in Sanierung und Modernisierung seiner Immobilien investiert, darunter die Außenanlagen der Gebäude Kantstraße 35-47 in der Gallusstadt (Foto).

Mietgesuche selbst aus Frankfurt

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
    schließen

Am 17. September, auf den Tag 85 Jahre nach der Gründung 1936, hat die Baugenossenschaft Grünberg/Laubach Bilanz gezogen. Wesentlicher Aspekt dabei: Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist unverändert hoch. 340 Anfragen stehen inzwischen auf der Warteliste.

Es kommen jede Woche neue Anfragen dazu. Inzwischen melden sich sogar Wohnungsbewerber aus dem Raum Frankfurt.« Mit diesen Worten beschreibt Anette Henrich die Situation in der Geschäftstelle der Baugenossenschaft Grünberg/Laubach.

Die Mietgesuche, so das Vorstandsmitglied auf Anfrage, konzentrierten sich dabei keineswegs auf Grünberg mit seinen vergleichsweise guten Verkehrsanbindungen. Rund 180 Namen für die Gallusstadt und 160 für Laubach entsprechen ziemlich dem Verhältnis der Einwohnerzahlen.

30 Wohnungen raus aus Sozialbindung

Für etwas Entspannung der Lage sorgt das Unternehmen in der alten Residenzstadt. In Kürze sollen dort die Arbeiten für das Mehrfamilienhaus in der Schottener Straße beginnen. Für 2,4 Millionen Euro entstehen 14 barrierefreie Sozialwohnungen. Überdies hat man im Vorjahr für 408 500 Euro das Mietwohngebäude Leuchtfass 11 in Laubach erworben. Somit wuchs der Bestand bereits um fünf Drei-Zimmer-Wohnungen.

Die Genossenschaft besitzt aktuell 59 Garagen, 47 Kfz-Einstellplätze und 63 Parkplätze. Interessanter freilich: Das Gros des Unternehmensvermögens bilden die 25 Mietshäuser, davon zwölf in Laubach. 165 der 273 Wohnungen finden sich in Grünberg, mit 134 sind knapp die Hälfte preisgebunden. Mit Fertigstellung des Mehrfamilienhauses in Laubach kommen erwähnte 14 Sozialwohnungen hinzu. Aber, so Henrich auf Nachfrage: »Bis Ende 2024 werden im Gegenzug 44 Wohnungen in Laubach und Grünberg aus der Bindung fallen.« Mit Mieterhöhungen sei zu rechnen, doch werde man wie bisher - nach Modernisierung, Sanierung oder Neuvermietung der Fall - nur »moderate Anpassungen« vornehmen, sodass auch diese bezahlbar blieben.

Apropos: Die durchschnittliche Miete stieg im Vorjahr von 4,66 auf 4,88 Euro/qm.

Wie in den Vorjahren investierte die gemeinnützige Körperschaft wieder kräftig in ihre Anwesen. Insgesamt wurden rund 850 000 Euro ausgegeben, davon flossen 230 000 Euro in die Instandhaltung, der Rest in die Modernisierung.

Erwähnt sei hier nur die energetische Sanierung der Kurt-Schumacher-Straße 7 und 11 in Grünberg; mit Kosten von 470 000 Euro der dickste Brocken. Größere Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs erfolgten ferner in der Grünberger Neupforte 13/ 11 sowie in der Wildemannsgasse 9/11 in Laubach. Als ein mit 143 000 Euro ebenfalls größeres Projekt sei die Erneuerung der Außenanlagen in der Kurt-Schumacher-Straße 34-47 in Grünberg erwähnt.

Als Fazit des Geschäftsberichtes 2020 konstatierte der Vorstand die Fortsetzung eines positiven Trends. Die Finanzlage sei geordnet, man sei jederzeit in der Lage, seine Verpflichtungen zu erfüllen, was durch die günstigen Zinsen erleichtert werde. Dass die Genossenschaft auch künftig notwendige und wirtschaftlich sinnvolle Instandhaltungen und Modernisierungen vornehmen werde, wird abschließend versichert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare