Mehr als zwei Millionen Euro für Schulen und Kitas

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Gießen (pm). Desinfektionsmittel, Seifenspender, Plexiglaswände oder mobile Luftreiniger: Schulen und Kitas mussten zum Schutz vor dem Coronavirus einiges neu anschaffen. Dafür stellt das Land Hessen den Landkreisen nun Geld zur Verfügung. Aus dem Sondervermögen »Hessens gute Zukunft sichern« erhält der Landkreis Gießen insgesamt rund 2,16 Millionen Euro für die Schulen und zur weiteren Verteilung an die Gemeinden zur Verwendung in den Kitas, teilt die Kreis-Pressestelle mit. Die Mittel können breit gefächert in Schutzmaßnahmen und -ausrüstung investiert werden. Gefördert werden unter anderem die Beschaffung von Masken und persönlicher Schutzausrüstung sowie von Desinfektionsmitteln, Seifen und auch mobilen Lüftungsgeräten.

Rund 90 Euro pro Kita-Kind

»Durch diese Förderung können unsere Kitas den Infektionsschutz verstärken und damit die Betreuung speziell in den Wintermonaten noch sicherer machen«, sagt Jugend- und Sozialdezernent Hans-Peter Stock. Insgesamt werden normalerweise knapp 7100 Kinder in den 120 Kitas im Kreis betreut. Rund 643 000 Euro stehen aus der Landesförderung für Kitas bereit. Das bedeutet, dass pro betreutem Kind rund 90 Euro an die Kommunen gehen, die das Geld auch an freie Träger weitergeben. Um auch die Kindertagespflegepersonen zu unterstützen, stellt der Kreis ihnen Schutzausrüstung in Form von Desinfektionsmittel oder FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung. Auch Kosten durch den erhöhten Reinigungsaufwand werden gefördert. »Für unsere Schulen bedeutet dies eine förderfähige Summe von über 330 000 Euro«, so Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl. Ebenso kommen kleinere Baumaßnahmen in Frage, etwa Fenster, die ausgetauscht werden sollen. Auch Umbaumaßnahmen bei Lüftungsanlagen sind in der Überlegung. Jedoch wird derzeit geprüft, ob diese Arbeiten bis zum Ende des Förderzeitraums umgesetzt und abgerechnet werden können und ob einzelne Maßnahmen vorgezogen werden können. Denn die Förderung gilt rückwirkend ab 1. Oktober 2020 und kann noch bis 30. April in Anspruch genommen werden.

Ferner fragt der Kreis zurzeit bei den Schulen ab, ob diese weitere Ideen zu dem Programm haben. Außerdem wurden Luftfiltergeräte ausgeschrieben, die demnächst aufgestellt werden. Diese Geräte bezahlt nun das Land aus dem Förderprogramm. Auch die Privatschulen im Kreis sollen mit der Förderung bedacht werden.

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