Mehr Spielraum für Auftragsvergaben

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Gießen(pm). Um während der pandemiebedingten Krise flexibler und schneller Aufträge an die regionale Wirtschaft vergeben zu können, hat der Kreisausschuss den Handlungsspielraum der Landrätin und der hauptamtlichen Dezernenten vorübergehend erhöht. Sie können nunmehr Aufträge bis 250 000 Euro vergeben, nachdem der jeweilige Auftrag zuvor das übliche Vergabeverfahren durchlaufen hat, allerdings ohne dass eine Entscheidung durch den Kreisausschuss nötig ist. Bisher lag die Wertgrenze bei 50 000 Euro, Aufträge mit größerem Volumen wurden vom Kreisausschuss entschieden. Die Entscheidung des Kreisausschusses, die Wertgrenze zu erweitern, ist zunächst bis Ende August befristet. "Diese Entscheidung ist ein Beitrag, um die Wirtschaft unserer Region zu unterstützen", sagt Landrätin Anita Schneider. Viele Betriebe seien aktuell auf sofortige Aufträge angewiesen. Die erweiterten Wertgrenzen ermöglichten nun eine schnelle Auftragsabwicklung, ohne dass sich daraus Einschränkungen oder gar Rechtsbrüche ergeben würden.

Die Landrätin versichert, dass die Rechtssicherheit gewahrt bleibt. Sämtliche Aufträge werden nach geltenden Gesetzen umgesetzt. Der Kreisausschuss werde jeweils über die Aufträge informiert. Aufträge, deren Wertgrenze 250 000 Euro netto überschreiten, werden weiterhin vom Kreisausschuss entschieden.

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