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Ortstermin im »Zwergenland«: Bauamtsleiter Kai Mandler und Familienbeauftragte Tanja Meyer besprechen letzte Einzelheiten mit dem Projektleister des Kita-Neubaus, Arnold Hülskamp (DM-Projektbau, Neuwied).

Mehr Raum für Kinder

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Die Nachfrage ist ungebrochen, und die Gemeinde Wettenberg reagiert. In Launsbach ist jetzt ein Erweiterungsbau der Kindertagesstätte »Mäusenest« fertiggestellt. Das neue »Zwergenland« bietet Raum für zwei U3-Gruppen.

In den Gruppenräumen steht schon das Spielzeug bereit, im Turnraum liegen die Matten, für das Mittagsschläfchen ist alles gerichtet. In wenigen Tagen werden die ersten Kinder das »Zwergenland« in Launsbach erobern. Nach nur sechs Monaten ist der Erweiterungsbau der Kindertagesstätte »Mäusenest« bezugsfertig. Das neue »Zwergenland« gleich oberhalb der kommunalen Kita und organisatorisch an diese angedockt, ist speziell für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren konzipiert. Denn gerade für die Jüngsten ist die Nachfrage nach Betreuung in den Wettenberg-Dörfern (und nicht nur dort) ungebrochen. Vor allem aber: Wettenberg hat seit Jahren wieder stabil um die 100 Geburten im Jahr zu verzeichnen - plus steten Zuzug. Der Bedarf ist also gegeben.

Das »Zwergenland« bietet auf rund 320 Quadratmetern barrierearm Raum für bis zu 24 Kinder in zwei sogenannten Krippengruppen, erläutert die Wettenberger Familienbeauftragte Tanja Meyer gemeinsam mit Stanislava Mühlheim. Sie ist die stellvertretende »Mäusenest«-Leiterin, die im »Zwergenland« die Verantwortung übernimmt. Ende Februar kommen die erste Kinder zur Eingewöhnung in der ersten Gruppe. Ab August wird - soweit Corona es zulässt - die zweite Gruppe aufgebaut. Die Betreuung wird täglich in der Zeit von 7 bis 14.30 Uhr angeboten; das Ganztagsangebot gibt es im »Mäusenest«. Von dort kommt auch der »Apetito«-Mittagstisch.

Der Neubau ist farblich und von der Gestaltung her an das benachbarte »Mutterhaus« angepasst. Dank Modulbauweise ging alles sehr fix: Im April wurde das Projekt ausgeschrieben, im Mai erhielt das Unternehmen DM Bau aus Neuwied den Zuschlag, Mitte August wurde die Bodenplatte gefertigt und zum Jahreswechsel war alles fertig. Bis Mai sollen auch die Außenanlagen gemacht sein, für die die Biebertaler Planungsgruppe verantwortlich zeichnet.

1,2 Millionen Euro hat Wettenberg damit in den Erweiterungsbau investiert. Launsbach verfügt folglich insgesamt über sieben kommunale Kita-Gruppen, davon drei für Kinder unter drei Jahren.

Und während Bürgermeister Thomas Brunner bei der Vorstellung des »Zwergenlands« in Launsbach von einem »weiteren großen Schritt« im Betreuungsangebot der Gemeinde spricht, da hat er schon die nächsten Projekte vor Augen. Für den sechsgruppigen Neubau der Krofdorf-Gleiberger Kita am Finkenweg steht noch der Abschluss des Architektenwettbewerbs aus. Der hat sich coronabedingt mehrfach verzögert. Doch das Vorhaben ist damit auf dem Weg.

»Und nach dem Finkenweg-Neubau muss der Kindergarten ›Pfiffikus‹ am Lollarer Weg in Wißmar in Angriff genommen werden«, ist sich Brunner sicher. Denn der Bau, der älteste Kindergarten in den drei Wettenberg-Dörfern, ist zwar immer nachgehalten worden, aber entspricht wohl nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine Kindertagesstätte. Auch da stellt sich bei einem Neubau die Frage nach dem Wie und dem Wo.

In den vergangenen zehn Jahren hat Wettenberg über 6,8 Millionen Euro in die Kindertagesstätten investiert. Die größten Vorhaben: Der Neubau des Familienzentrums Wiesenhaus in Wißmar 2018 hat rund 3,15 Millionen Euro gekostet. Die Kita »Mäusenest« in Launsbach war 2013 grundlegend saniert und erweitert worden. 1,2 Millionen Euro hat die Gemeinde dort investiert. Hinzu kommen Erweiterungen der »Schatzkiste« in Krofdorf-Gleiberg und etliche kleinere Vorhaben.

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