Dieter Zecher
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Leserfotos

Mehr oder weniger gefährlich

  • Alexander Geck
    vonAlexander Geck
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Fotografieren kann auch in Oberhessen gefährlich sein. Dieter Zecher aus Odenhausen an der Lahn entdeckte die Raupe des Weidenbohrer-Falters dieser Tage im Botanischen Garten Marburg: "Sie hat eine stattliche Länge von etwa zehn Zentimetern und wird nur selten entdeckt, da sich diese nachtaktive Larve tagsüber versteckt. Ich habe mit ihrem Beißwerkzeug Bekanntschaft gemacht, als ich sie auf den Baumstumpf gesetzt habe. Ihr Biss in meinen Finger kam überraschend und war recht schmerzhaft. Die Weidenbohrer-Raupe zählt mit ihrem Heißhunger auf Holz zu den gefürchtetsten Schädlingen. Sie fressen sich durch ganze Baumstämme (Weiden und auch Obstbäume) und höhlen sie quasi von innen aus."

Mutmaßlich weniger gefahrvoll ging es bei den Aufnahmen von Andrea Mey und Georg Schmidt zu. Dafür haben sie wahre Flugkünstler auf die digitale Platte gebannt. Mey waren in den letzten Tagen auffällig viele Taubenschwänzchen an ihrem fast verblühten Sommerflieder aufgefallen: "Dank guter Lichtverhältnisse konnte ich eine sehr kurze Belichtungszeit erzielen, sodass man den Flügelschlag recht gut erkennen kann." Schmidt war dieser Tage zu einer kleinen Tour an den Peterseen bei Lich: "Hier konnte ich einige schöne Momente einfangen. Wie etwa eine über ihr Revier patrouillierende Rote Heidelibelle."

Peter Neu freut sich, dass die Libellen an seinem Gartenteich angesiedelt haben. Von ihm stammt das "Paarungsrad der Azurjungfern".

Insektenlos sind die beiden verbliebenen Fotos für heute: Heiner Klose aus Grünberg setzte den Schattenwurf auf einem abgeernteten und teils schon bearbeiteten Feld gekonnt in Szene, passend zur September-Jahreszeit, und Monika Kosch gab einem Sonnenuntergang den passenden Rahmen. "Bei solchen Impressionen vergisst man das Fernweh", schreibt Tochter Anja Tietböhl zu der stimmungsvollen Aufnahme. age

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