Lebenshilfe fordert:

Mehr Hilfe für Familien mit Behinderten

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). "Die Folgen der Corona-Pandemie treffen Familien mit behinderten Angehörigen ganz besonders hart. Viele Eltern haben in der jetzigen Situation keinerlei Unterstützung mehr und müssen die Betreuung zu Hause allein schaffen. Wie ungemein belastend das ist, wird in der Öffentlichkeit aber kaum wahrgenommen. Auch in der Diskussion zur Öffnung der Schulen sind Kinder und Jugendliche mit Behinderung nicht im Blick." Darauf macht Maren Müller-Erichsen, Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Gießen, aufmerksam.

Menschen mit Beeinträchtigung haben oft Vorerkrankungen und damit ein hohes Risiko, bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus schwer zu erkranken. Daher sind die Eltern zusätzlich hin- und hergerissen, ob sie Hilfe von außen überhaupt annehmen sollen. "Der Staat muss diesen Familien jetzt mit allen Mitteln helfen", fordert auch Dirk Oßwald, Vorstand der Lebenshilfe Gießen. "Mit Notbetreuung dort, wo es Angehörige wünschen. Und mit Ausgleich von Verdienstausfall für Eltern, die ihre erwachsenen Kinder zu Hause betreuen müssen, weil die Tagesbetreuung oder Werkstatt für Menschen mit Behinderung geschlossen ist."

Entscheidend sei auch, dass so wichtige Unterstützungsangebote wie familienentlastende Dienste finanziell abgesichert werden, um den Familien nach Corona weiter zur Verfügung zu stehen.

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