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Juniorchef Nils Birkenstock erläutert Ministerin Priska Hinz (l.) und Bürgermeister Christof Heller (r.) die Planungen für den Neubau der Käseproduktion in Hüttenberg. Das Land und die EU unterstützen die Erweiterung finanziell.

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  • VonConstantin Hoppe
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Hüttenberg (con). Handkäs kommt aus Hüttenberg. Damit das so bleibt, erweitert die Käserei Birkenstock ihren Betrieb. Mittlerweile laufen die ersten Vorarbeiten für die neue und größere Produktionshalle am Ortsrand von Hochelheim.

Welch hohen Stellenwert die Handkäs-Produktion in Hessen hat, zeigte auch, dass am Donnerstag Priska Hinz, hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, einen Förderbescheid des Landes an die Familie Birkenstock übergeben hat. Mit insgesamt sechs Millionen Euro, die zu gleichen Teilen aus Mitteln des Landes Hessen und der EU bestehen, wird der Neubau unterstützt.

Platz für Quarkproduktion

»Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen regionale Produkte. Das ist gut für Hessen, für die Landwirte und für den Umwelt- und Klimaschutz«, erklärte Hinz bei der Förderbescheidübergabe. »Die Nachfrage nach regionalem Käse ist so groß, dass hier ein Neubau für eine Käserei entstehen soll. Wir fördern dieses Vorhaben und stärken damit gleichzeitig die Wertschöpfung im ländlichen Raum.«

Der Neubau soll nur wenige hundert Meter vom jetzigen Standort entstehen: Geplant ist auf einer Gesamtfläche von 3,2 Hektar ein zweigeschossiges Produktionsgebäude mit Außenanlage und Regenrückhaltebecken. Im neuen Gebäude sollen Produktion, Reifung und Lagerung, Büro, Labor und Sozialräume untergebracht werden. Zudem soll als neue Produktionslinie die Sauermilchquarkproduktion dort ihren Platz finden.

»Hier werden dann rund 50 Mitarbeiter tätig sein«, erklärte Juniorchef Nils Birkenstock. Direkt im Anschluss an die Übergabe führte er die zahlreichen Besucher durch die aktuellen Produktionsräume, durch Quark- und Käselager und erläuterte, wie die Käseproduktion vor Ort abläuft.

Ähnlich wird das im neuen Gebäude sein - nur eben etwas größer und mit der zusätzlichen Quarkproduktion. Dieser muss bislang von Molkereien zugekauft werden, zukünftig will man das zur Käseherstellung nötige Milchprodukt selbst produzieren.

Mittlerweile ist am Ortsrand von Hochelheim in Richtung Langgöns ein großes Schild zu sehen, das auf die Bauarbeiten hinweist. Auch einige Baumaschinen stehen dort bereits. Sie sind aufgrund der notwendigen archäologischen Ausgrabungen vor Ort. Die Bauarbeiten sollen nach Möglichkeit im kommenden Jahr starten, sagte Birkenstock.

Dass die Käserei in Hüttenberg bleiben soll, das war für die Gemeinde schnell klar: »Es kann ja nicht sein, dass unser Handkäs nicht mehr aus Hüttenberg kommt, sondern aus dem Landkreis Gießen«, meinte Bürgermeister Christof Heller bei der Bescheidübergabe. Deshalb habe sich die Gemeindeverwaltung dafür eingesetzt, dass die Käserei Birkenstock direkt vor Ort die benötigten Flächen bekommen kann.

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