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Mehr als doppelt so teuer

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Von: Volker Heller

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Annähernd 200 000 Euro soll das neue Außengelände der Kita Nordeck kosten. © Volker Heller

Allendorf (vh). Eine wundersame Kostenvermehrung beschäftigte jetzt den Bauausschuss der Stadt Allendorf an der Lumda. Erneuert werden soll nun endlich die Außenanlage der Kita Nordeck. Bei der Erstplanung in 2018/2019 sollte diese Maßnahme 75 000 Euro kosten; sie wäre aus dem Förderprogramm »Hessenkasse« mit 67 500 Euro bezuschusst worden.

Nun stellte Architektin Stefanie Muskau (Wettenberg) ein Paket vor mit einem Kostenvolumen von 197 000 Euro. Der noch nicht abberufene Betrag der Hessenkasse kann mutmaßlich nochmal beansprucht werden und würde davon abgezogen. Muskau nannte als Gründe für diese Kostenexplosion neu hinzugekommene Wünsche aus der Kita und geänderte Vorschriften.

Ortstermin geplant

Sitzungsleiter Thomas Stein (CDU): »Das ist aber ziemlich viel«. Gartenbauer Lothar Claar (BfA/FDP) meinte mit Bezug auf seine berufliche Praxis: »Das kann günstiger sein.« Sandra Henneberg (Grüne) musste »schlucken bei den Preisen«. Selbst wenn der Betrag auf Jahre gestreckt würde, sei das viel Geld. Sie brachte Eigenleistungen ins Spiel.

Ulrich Krieb (CDU) mahnte zur Vorsicht. Die Kreisbauaufsicht habe ein wachsames Auge. Die Stadt dürfe den Versicherungsschutz nicht gefährden. Im Ausschuss herrschte Einigkeit, die Außenanlage grundsätzlich aufzuwerten. Allerdings sollen die Arbeiten und somit Kosten auf eine nicht näher bestimmte Zahl von Jahren aufgeteilt werden.

Krieb erinnert, bereits 2016 sei diskutiert worden, die am Nordhang stehenden hohen Nadelbäume gegenüber von dem Haupteingang der Kita zu fällen und das frei werdende Gelände für die Kinder nutzbar zu machen. Er führte als positives Beispiel für die Gestaltung einer Kita-Außenanlage die Kita Allendorf am Totenhäuser Weg an. Auf jeden Fall sei auch die Anlage in Nordeck zu optimieren. Muskau bestätigte die Möglichkeit, Arbeitsschritte etappenweise zu erledigen. Anderenfalls würde die Außenanlage für Monate gar nicht nutzbar sein. Claar schlug vor, nach den Sommerferien möge der Bauausschuss einen Ortstermin an der Kita angehen. Bei der Gelegenheit könnte Muskau auch vor Ort den Anbau der Kita Allendorf erläutern.

Bürgermeister Thomas Benz (FW) wollte keine Zeit verlieren und den Ortstermin eher kurzfristig ansetzen. Möglicherweise schon in zwei Wochen. Dann entscheide man, welche Arbeit man für die Dringlichste halte und so weiter. Bis dahin soll jedes Ausschuss-Mitglied eine detaillierte Kostenübersicht der einzelnen Spielgeräte und -Bereiche erhalten.

Muskau informierte noch über Einzelheiten. Die U3-Schaukel solle aus ihrer Ecke in Sichtweite versetzt werden und einen neuen Fallschutzbereich erhalten. Das U3-Spielhaus benötige ebenfalls einen Fallschutz. Dafür müsse ausgekoffert werden. Bewährt hätten sich Hackschnitzel. Ein Sonnenschutz sei heute üblich. Die Ü3-Schaukel bleibe und erhalte einen neuen Fallschutz. Der Ü3-Sandspielbereich werde neu aufgeschichtet und mit Kunststoffpalisaden umgeben.

Fahrzeuge seien heute ein wichtiges Spielgerät. Eine Fläche dafür fehle bisher vollständig und solle jetzt entstehen. Im Kletterbereich (Richtung Westen) solle ein Baum gefällt und die Hackschnitzel erneuert werden. Die Nadelbäume auf der Nordseite sollen gänzlich gefällt werden. Man erhalte hier zusätzlichen Spielbereich. Eine Hangrutsche sei sodann geplant.

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