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Die europäische Kulturhauptstadt Matera ist Ziel der deutsch-italienischen Gesellschaft.

Meer, Berge und Kultur

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Gießen (pm). Meer, Berge, Kultur, Natur und Kulinarisches bei Sommerwetter konnten die 38 Basilikata-Reisenden genießen, die mit der deutsch-italienischen Gesellschaft (DIG) Mittelhessen diese vielfältige süditalienische Region mit der europäischen Kulturhauptstadt Matera besichtigten.

Die Teilnehmer erkundeten die ehemalige griechische Kolonie Metapont mit dem archäologischen Museum und der Tempelanlage der Palatinischen Tafeln bei malerischem Sonnenuntergang. Das Gebiet um Policoro am Ionischen Meer, das der Ausgangspunkt der Exkursionen war, gehörte zur Magna Graecia und weist geschichtlich bedeutende Zeugnisse des griechischen Erbes auf.

Auch die Natur ist ein besonderes Merkmal der Gegend. In Policoro Herakleia befindet sich eine WWF-Oase mit Naturpark mit verschiedenen Biotopen; dort wird auch ein Projekt zur Rettung der Meeresschildkröten durchgeführt, die durch Fischernetze und Plastikteile bei der Futteraufnahme verletzt werden. Die deutsch-italienische Gruppe besichtigte die WWF-Stelle und wurde über die örtliche Flora und Fauna sowie über die Tätigkeiten vor Ort aufgeklärt. Mit einem Spaziergang oder einer Mountainbike-Fahrt in Begleitung einer Biologin durch den Naturpark konnten sich die Gäste ein konkretes Bild von Fauna und Flora machen.

Bizarre Landschaft

Höhepunkt der Studienreise war die europäische Kulturhauptstadt 2019. Matera ist als Höhlenstadt bekannt und wurde erst in den letzten 40 Jahren aufgewertet. Noch in den Fünfziger und Sechziger Jahren lebten die Einwohner in Höhlenwohnungen ohne Strom und Wasser, teilweise zusammen mit ihren Tieren.

Nach einer Führung und einem typischen Mittagessen in einem Höhlenrestaurant war noch genügend Zeit, um die Höhlenstadt auf eigene Faust zu entdecken und Ausstellungen im Rahmen der Veranstaltungen zur Kulturhauptstadt 2019 - beispielsweise mit Werken von Salvador Dalí - zu besuchen.

Die Basilikata bietet eine spannend bizarre Landschaft, die mit Meer, aber auch mit Bergen begeistert. Die DIG-Gruppe fuhr ins Landesinnere und bewunderte die weiße Stadt Pisticci und das mittelalterliche Bergdorf Castelmezzano mit Blick auf die Lukaner Dolomiten. Bei Pisticci wurde die Fabrik des weltbekannten Kräuterlikörs Amaro Lucano mit Betriebsmuseum besichtigt. Ein weiterer Tagesausflug führte zur Tyrrhenischen Küste bei Maratea. Die Fahrt sowie die Besichtigung der Statue des Erlösers auf dem Monte San Biagio beschenkten die Gäste mit einem atemberaubenden Panorama.

Als Abschluss der Reise besuchte die Gruppe die süditalienische Metropole Neapel. Den letzten Abend verbrachten die Gäste bei malerischem Sonnenuntergang mit Blick auf Capri und neapolitanischer Musik.

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