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Wie viele bin ich eigentlich? Diese Frage stellten sich die Nachwuchsreporter im verrückten Spiegelhäuschen.

Mathematikum macht "klüklich"

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Hast du schon mal Mathe auf dem Dachboden gemacht? Welche Kugel kommt zuerst an? Kannst du eine Brücke bauen? Diese Fragen haben sich die Zweitklässler der Hedwig-Burgheim-Schule nicht vorher überlegt. Aber viele andere.

Aber erst mal von vorne: Am 8. November taperten 38 Hedwig-Burgheim-Schülerbeine und 6 Erwachsenenbeine zur Bushaltestelle in Rödgen und fuhren in das Mathematikum nach Gießen. Nach einem kurzen Fußmarsch trennten uns nur noch 87 Stufen, und schwups fanden wir uns auf dem Dachboden des Mathematikums wieder, genauer gesagt: im Mini-Mathematikum. Frau Blaschka, eine Mitarbeiterin des Mathematikums, erklärte kurz den Ablauf und dann ging es auch schon los.

Welche Kugel ist zuerst am Ziel? Zwei Bahnen, eine rote mit und eine blaue ohne Senke… Na klar, die Kugel auf der roten Bahn hat schwungvoll gesiegt. Das dachten auch viele von uns. Genau mit dem Schwung ging es dann auch weiter. Verschiedene Puzzles lösen, Kugelpyramiden bauen am Knobeltisch, eine Seifenhautwand erforschen, die sooo schöne Farben hat, eine Schattenstadt nachbauen… Das Spiegelhäuschen war besonders faszinierend: Wie viele bin ich denn?

Zwischen 1000 kleinen roten Kugeln hat sich eine blaue Kugel versteckt. Gar nicht so einfach, aber für uns Zweitklässler kein Problem. Mit großen bunten Klick-Teilen Figuren bauen und erfinden - das hat Spaß gemacht. Auf einer Wippe verschiedene Teile ins Gleichgewicht bringen - ganz schön knifflig. Wer kann denn schon in einen Spiegel schauen und eine Figur auf einem Blatt nachzeichnen? Geschweige denn seinen Namen schreiben? Ganz schön schwer, auch für unsere Lehrerin. Das Formenmemory hat es uns ebenfalls sehr angetan. Schließlich kann man sonst kein Haus mit seinen gefundenen Pärchen schmücken. Und dann waren da noch diese viereckigen Teile, aus denen man eine Brücke bauen sollte; so herum, ineinander, nein, so herum, nein, doch anders herum. Ganz schön verzwickt - aber am Ende standen sie dann, zwei schöne Brücken. Und unsere ist auch noch größer als die von unserer Lehrerin. Bravo! Selbst Gespenster gibt es auf dem Dachboden. Okay, es sind grüne und blaue Puzzlegespensterteile, aber wer genau hinhört… huhuu.

Die Zeit verfliegt und am Ende beantwortet uns Melanie Blaschka noch all unsere Fragen, die wir mit im Gepäck hatten. Man macht sogar Mathe im Mathematikum. Ach, das haben wir gar nicht gemerkt! Wir erfahren, dass Professor Beutelsbacher vor 17 Jahren die tolle Idee hatte, das Mathematikum zu gründen, wie auch viele der Experimente hier durch ihn entstanden sind. 75 Mitarbeiter hat das Mathematikum, fast auf jeder Treppenstufe also einer bis unter das Dach.

Zum Schluss mussten natürlich alle noch in der riesigen Seifenblase unten im Mathematikum stehen. Wie cool war das denn! In der Cafeteria haben wir dann gefrühstückt und mussten anschließend schon den Heimweg antreten. Manch einer wäre gerne noch durch die große Ausstellung gelaufen, hätte gern weiter experimentiert und erforscht. Zu verlockend sind die einzelnen Stationen dort. Leider hatten wir dafür keine Zeit mehr. Nächstes Mal. Denn, das Mathematikum macht "klüklich", so fasste ein Schüler seine Erfahrungen zusammen. Noch was: Dass da, wo heute das Mathematikum steht, früher ein Gefängnis war, damit hatte keiner von uns gerechnet.

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