Masken im Unterricht

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Rund 620 Schüler starten heute an der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) ins neue Schuljahr. Schulleiterin Petra Brüll muss auf einzelne Kollegen vorerst verzichten. "Ein paar haben sich kurzfristig als Risikogruppe geoutet", aber sie habe noch für Ersatz sorgen können. Von den 60 Lehrkräften fehlen laut Brüll wohl etwa 5 Prozent, "das ist noch harmlos". Und angesichts wieder steigender Infektionszahlen könne sie durchaus verstehen, dass manche Lehrer auf Nummer sicher gehen. Das müsse jeder und jede für sich entscheiden.

Am Donnerstagmorgen wurden noch Details für den Schulstart in der Gesamtkonferenz besprochen. Kurz danach sei dann noch einmal eine neue Version des Hygieneplans vom Ministerium gekommen - "sehr spät", findet Brüll. Die am vergangenen Mittwoch in Hessen doch noch verordnete Mundschutzpflicht auf dem Schulgelände ist aus Sicht der Schulleiterin nur konsequent, an der ARS habe man ohnehin in diese Richtung geplant.

In den Klassenzimmern werde es nun wieder eng, "und ich kann nicht verstehen, wieso die Maskenpflicht in Bussen richtig sein sollte und in der Schule nicht". Geplant sei, dass an der ARS auch in den Klassen Masken getragen werden, sofern sich der Abstand von 1,5 Metern nicht einhalten lasse. "Klar ist das unangehm", sagt Brüll, aber es gehe auch darum, Kollegen zu schützen. Nicht zuletzt sei nun "Händewaschen das A und O". All das könnte helfen, einen erneuten Lockdown zu verhindern. "Wir wollen alle nicht noch mal das gleiche wie im März erleben", sagt Brüll.

Dass sich Gruppen von Schülern durchmischen, werde sich nicht vermeiden lassen - auch, weil die ARS eine integrierte Gesamtschule ist. Das bedeutet zum Beispiel, dass Englisch in klassenübergreifenden Kursen unterrichtet wird. Ähnlich sei es mit Hausaufgabenbetreuung, Religionsunterricht und AGs, "da gibt es logischerweise verschiedene Gruppen". Und das sei auch nötig, um den Bedürfnissen der Schüler gerecht zu werden.

"Jetzt müssen wir erst mal loslaufen", sagt die Schulleiterin - und ist trotz aller Unsicherheit optimistisch, dass der Neustart gelingen wird. jwr

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